Millionen junge Menschen verlassen Madrid. Sie nehmen die Erinnerung mit an intensive Begegnungen und Gottesdienste in den Katechesen. Ebenso die starken Bilder des großen Kreuzwegs aus spanischer Tradition mit jungen Leuten, die heute Kreuze zu tragen haben in aller Welt. In Erinnerung bleiben die großen Begegnungen mit dem Papst ebenso wie die tausend kleinen Begebenheiten in der Hitze des Weltjugendtags (nie unter 35 Grad), wo man sich gegenseitig beistand und Probleme gemeinsam löste. Der überraschende Regen bei der Vigilfeier am Samstagabend war fast eine Gnade des Himmels. – Große Strapazen also, aber dennoch viele fröhliche Gesichter und herzliche Verabschiedungen!
Was am Ende bleibt, ist wenig messbar und zählbar. Aber sicher bleibt eine Wirkung, die weit über die Dauer des WJT hinausgeht: neue Ermutigung im Glauben und viele positive Bilder weltweiter, bunter, junger Kirche. Sicher bleiben auch Unsicherheiten und die Erfahrung der Spannung zwischen einem solchen Großereignis und dem oft gar nicht so leichten Alltag in Kirche und Gesellschaft.
Die Begegnungen mit den jungen Leuten in den Katechesen haben mir neu gezeigt, wie hörbereit, gesprächsfähig und mit welch nüchterner Leidenschaft sich junge Menschen einlassen, wenn sie ernstgenommen werden in ihrem Fragen und Suchen.
Das Ineinander von Großereignis, persönlicher Begegnung und Freundschaft, die Glaubenserfahrungen unterwegs und das Durchstehen einer herausfordernden Woche machen die Wirksamkeit solcher Tage aus, zumal vor Madrid schon die Begegnungen in der Diözese Barcelona und die dort erfahrende Gastfreundschaft eine wirkliche Bereicherung war ...
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Heute hatten wir die letzte große Etappe vor uns: den 4,5 km langen Pilgerweg zum Flughafenplatz Cuatro Vientos und das in der Siesta-Zeit.
Nach einem kurzen Gottesdienst ging es dann auch schon los. Allerdings blieben einige als zweite Gruppe zurück, um abends nachzukommen. Leider wurden sie später nicht mehr auf das Gelände gelassen. Wir zogen aber los und waren wegen unseres ganzen Gepäcks, das wir selbstverständlich auch transportieren mussten, über jede mögliche Abkühlung höchst erfreut. Was kann es Schöneres geben, als eine Dusche aus dem Feuerwehrschlauch oder ein nasses Handtuch auf dem Kopf?!
Nach 4 Stunden sind wir endlich angekommen und fanden nach einiger Suche auch noch genug Platz für alle.
Nun hieß es warten, warten, warten….denn der Papst ließ sich noch etwas Zeit. Einige Leute hatten wirklich sehr mit dem Wetter zu kämpfen, da es leider nirgendwo Schatten gab.
Als der Papst abends den Platz erreichte, zogen auch prompt Wolken auf und mitten in der Vigil fing es auf einmal an zu Gewittern, weshalb sie abgebrochen werden musste.
Jetzt sah man nur noch alle Menschen unter ihrem Regenschirm verschwinden. Zum Glück war bald das Schlimmste überstanden und dank des schönen, warmen Windes, waren die Sachen auch schnell wieder trocken und die Vigil wurde fortgesetzt.
Danach konnten wir gut und auch fast ohne weiteren Regen schlafen.
Am nächsten Morgen war auch nicht an langes Schlafen zu denken, da wir um 7 Uhr von Lautsprechern geweckt wurden. Gott sei Dank war noch alles trocken.
Jetzt hieß es wieder warten und Wege frei machen für den Papst, der eigentlich über das ganze Gelände fahren soll ...
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Nach einem zaghaften Aufstehen und einer kalten Dusche gab es das etwas dürftige Frühstück.
Um 9 Uhr musste der Rucksack mit viel Wasser und Chips gepackt sein und los ging´s! Heute sind wir ausnahmsweise pünktlich in der Kirche angekommen, wo die Katechese stattfand.
Die Katechese hat heute unser Bischof Dr. Franz-Josef Bode geleitet. Um uns Pilgern ein Beispiel für Glaubenszeugen zu geben, erzählt er von einigen seiner Vorbilder. Dazu zählen neben den Aposteln Thomas und Petrus auch die Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II.
Zum Dank für seine ansprechende Katechese erhielt er den Pilgerrucksack. Im Gegenzug revanchierte er sich mit Eis für alle. Abschließend haben wir ein Foto mit ihm gemacht.
Nach einem ausgiebigen Mittagessen, haben wir einen langen Marsch durch die ganze Stadt gemacht. Die Sonne brannte. Doch mit unserem Fächer und kühlen Getränke haben wir auch diesen Tag überlebt. Wir haben ein schattiges Plätzchen gefunden, um uns den Kreuzweg auf der Leinwand anzuschauen. Da alles auf Spanisch erzählt wurde, holten wir unsere Radios raus und stellten die passende Frequenz für die deutsche Übersetzung ein.
Unser Tag endete mit einem ausgiebigen Abendessen. Morgen geht es dann zu Fuß auf das Abschlussgelände, wo wir morgen die Vigil feiern und am Sonntag den Abschlussgottesdienst. Wir sind gespannt, was uns dort erwartet.
Anika und Alisa aus Herzlake ...
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Während unserer heutigen Katechese mit Weihbischof Franz Lackner aus Österreich, machte sich ein Gerücht breit: Der Papst kommt an unserer Kirche vorbei! Viele versetzte diese Gedanke in Aufregung und einige fragten immer wieder, wo und wie sie den Papst sehen könnten. Schnell wurde klar: Der Papst wird nur auf einer 100m entfernten Schnellstraße vom Flughafen in die Innenstadt an uns ´"vorbeirauschen". Wer also den Papst sehen wollte, musste am Abend in die Innenstadt fahren.
Die Katechese und der Gottesdienst mit Weihbischof Lackner kamen bei den Jugendlichen und den Begleitern gut an. Lackner erzählte sehr offen von seinem Leben und seinem Glauben und machte deutlich, dass die meisten Wege seines Lebens "Umwege" gewesen seien. Er lud die Jugendlichen ein: "Gebt Gott in eurem Leben eine Chance!" Und er machte deutlich, dass "Christsein" ein lebenslanger Auftrag ist. Er ermutigte die jungen Leute als Christen zu leben, denn nur nichts gegen Gottzu haben sei zu wenig.
Am Nachmittag rückte die Willkommensfeier für Papst Benedikt XVI. in den Blick. Was wir nach den sicherheitstechnischen Pannen beim Eröffnungsgottesdienst gemerkt haben: Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm! Über Mail und Handy haben wir hier schon mitbekommen, dass sich viele Daheimgebliebene und Eltern in Deutschland Sorgen machen. Wir bekommen die Demonstrationen gegen den Papstbesuch zwar mit und haben auch etwas von der Vereitlung eines Anschlags gehört, aber all das spielt hier eigentlich nur am Rande eine Rolle. Weiterhin überwiegen die positiven Erfahrungen von internationaler Weltkirche, von Gemeinschaft im Glauben.
Natürlich sind wir b ...
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Bei 38 Grad kamen wir in Madrid an. Um 22 Uhr waren es noch immer über 30 Grad! Aber die jungen Leute sind erstaunlich munter, obwohl es so viele Hindernisse für ein gutes Ankommen gibt: die weiten Wege, strapaziöse Orientierungssuche – und große Hitze.
In der ersten Katechese, die ich gehalten habe, gibt es eine große Bereitschaft zu hören und zu fragen, zu suchen und sich auszutauschen. Über 400 junge Menschen aus Süddeutschland möchten ihren Glauben festigen, ihr Leben ins Gespräch bringen und zeigen, dass sie Kirche mitgestalten wollen.
Die Geduld und die gegenseitige Hilfe zeigen mir wieder, dass die Jugendlichen wesentlich besser sind, als so mancher meint. Wer in ihre Gesichter geschaut hat, während sie sich in der Eucharistie, die Finger in Wasser eingetaucht, bekreuzigen, sieht die Offenheit und Sehnsucht – und weiß, dass sie willens und fähig sind, sich in die Gesellschaft, die Kirche und die ihrige Umgebung einzubringen.
Natürlich lockt auch die große Stadt mit ihren Kirchen, Bauten und Plätzen. Die Sonne verlangsamt jedoch zu große Kulturneugier.
Wasser und Schatten sind entscheidende Lebenselixiere. Gleich kommt der Papst. Die Spannung auf die große Begegnung steigt... ...
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07:00 Uhr Madrid – die Frisur sitzt! Nach einer kurzen Nacht, welche wieder einmal draußen schlafend verbracht wurde (bei gefühlten 30 ° C) starten wir in den neuen WJT-Tag. Nach einem ausgiebigem Frühstück, welches unser gestriges Geburtstagskind Martin für unsere Kleingruppe B organisiert hatte (DANKE, DANKE, DANKE!!!) ging es einmal quer durch die Stadt zu unserer Katechesekirche. Leider wurden aus den ursprünglich angedachten 50 Minuten Fahrzeit letztendlich gut 80 Minuten. Da jedoch unsere Leitungsteamer schon vor Ort und Bischof Wiesemann aus Speyer nicht in Eile war, startete die Katechese nicht ohne uns. „Fest im Glauben“ war das Thema zu dem der Bischof uns seine Gedanken mitteilte und zu dem wir dann auch noch ins gemeinsame Gespräch kamen. Karl-Heinz Wiesemann verglich hierbei unseren Glauben u.a. mit einer Beziehung. Manchmal zweifelt man, jedoch gibt es immer Fixpunkte, die uns stärken. Unten ein paar Impressionen.
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Heute: Der erste Tag in Madrid!!! Schon früh geht für uns die Sonne auf (7:00 Uhr). Der Dienstag beginnt mit einem „ausgewogenen und sehr reichhaltigen“ Frühstück - ein Trinkpäckchen und ein kleines Schweineohr. Geplant war die frühe Abfahrt zur Katechesekirche, aber leider - wie so oft im Leben - kommt alles anders als gedacht! Der Mensch denkt und Gott lenkt!
Anstatt sich auf den Weg zu machen, warten wir auf Informationen aus dem Gastgeberland. Diese lassen allerdings drei Stunden auf sich warten. Nach der langen Wartezeit machen wir uns – ohne Ergebnisse – auf den Weg ins Zentrum von Madrid. Dort starten und sammeln wir die ersten Eindrücke der Stadt beim Weltjugendtag 2011. In allen Straßen und Gassen sind singende und tanzende Menschen, die friedlich miteinander feiern.
Auf geht es zur Sightseeingtour durch die Hauptstadt von Spanien. Wir Deutschen freuten uns besonders auf den am Nachmittag stattfindenden Flashmop. Dort können wir unsere vorher erlernten und einstudierten Tanzkünste zur Darstellung geben. Wir beeindrucken die anderen Pilger mit unserer Showeinlage. Im Anschluss daran setzen wir unsere Madrid-Erkundung „leicht“ verschwitzt fort, bevor wir uns alle zusammen zum Eröffnungsgottesdienst versammeln.
Dort feiern wir mit allen Nationen in den Straßen von Madrid eine Messe auf Spanisch. Schon vor und während des Gottesdienstes knüpfen wir fleißig Kontakte zu den anderen Pilgern. Solche freundlichen und herzlichen Begegnungen machen uns deutlich, dass wir am Weltjugendtag teilnehmen! Dadurch spüren wir die Lebendigkeit des Glaubens.
Madrid ist außer Rand und Band - und wir sind ein T ...
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