Diese Frage haben wir zwei bis vierjährigen Kindern zur Vorbereitung eines Wortgottesdienstes zu Muttertag gestellt. In der Kindertagesstätte treffen die verschiedensten Familienkonstellationen aufeinander. Typische Familienbilder aus unterschiedlichen Kulturen, Patchworkfamilien mit manchmal häufig wechselnden Mitgliedern... Familien, die sehr harmonisch wirken und Familien, in denen wenig Bindung spürbar ist, in denen es Eltern schwer fällt, auf Bedürfnisse ihrer Kinder zu reagieren... Familien, in denen Kindern angemessen begegnet wird oder Familien in denen sie überschüttet werden mit materiellen Dingen oder eingeengt werden durch Wunschvorstellungen...
Die Antworten der Kinder auf die Frage "Was magst Du an Deiner Mutter?" waren aber dann doch nicht so unterschiedlich: "Ich mag an Mama, dass sie mit mir kuschelt, dass sie mich tröstet, dass sie viel Zeit mit mir verbringt, dass sie mich in den Arm nimmt, dass sie dafür sorgt, damit es mir gut geht...
Dazu passte das Bilderbuch "Wer knuffelt mit Paulchen?". Paulchen ist ein Bär, der gerne knuffelt. Seine Versuche, mit anderen Tieren zu knuffeln schlagen oft fehl, bis er merkt: mit Mama passt es am besten, dort ist es am schönsten. Wir haben das Buch im Wortgottesdienst gelesen, und anschließend hat der Pastor eine Lesung gewählt, in der Jesus einen Aussätzigen heilt. Wir haben im Gespräch erfahren, dass Jesus also auch gerne "geknuffelt" hat. Vielleicht etwas ungewöhnlich diese Formulierung, aber gemeint ist die unbedingte Annahme und Liebe zu den Menschen, die hier deutlich wird.
Ich glaube die Kinder haben den Inhalt dieser Botschaft gut ...
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Es gibt wirklich einige Menschen, die behaupten, die Küste sei im Winter nicht schön sondern einsam, karg und kalt. Ähm, ja, das stimmt. Aber schön ist es trotzdem!
Sobald der letzte Gast im Herbst die Insel verlässt, werden die Bürgersteige hochgeklappt, die Fährverbindungen minimiert (Sie wollen nach 14 Uhr die Insel verlassen? Da gibt es zwei Möglichkeiten: schwimmen oder beamen) und die Gastronomie verrammelt ihre Läden. Ja, es ist einsam.
Das üppige Grün unserer Dünen, das Bunte der Beerenbüsche und das Singen der Vögel in der Luft (selbst die Möwen schweigen, sind bestimmt heiser vom Sommer) sind auch verschwunden. Bestimmt haben sie auch die letzte Fähre genommen. Ja, es ist karg.
ABER kalt ist es nicht! Und damit meine ich nicht die 5 °C da draußen.
Ich liebe diese Zeit. Ich liebe meine stundenlangen Spaziergänge am Strand, Sturm und Wetter trotzend, die Weite genießend.
Wenn man durchgefroren zurück ins Dorf kommt und hinter den Fenstern die Lichter der Adventskerzen sieht, wenn Du bei Deinen Freunden anklopfst, sie Dir aufmachen und sagen „Och, die Jodi. Kumm binnen, dei Tee is grad klar, drinkst een Koopje mit?“ (kleine Übersetzung: „Schön dich zu sehen Jodi, komm rein, ich habe Tee auf dem Feuer. Trinkst Du eine Tasse mit?“ - der Ostfriese an sich sagt mit wenigen Worten viel). Dann ist es nicht einsam, dann ist es nicht kalt.
Bei einer Tasse Tee sitzen, das heißt bei uns: die Seele wärmen.
Verzeihen Sie mir den Bogen, aber ich denke jetzt oft an Bethlehem, an den kalten Stall. Damals, als die Liebe auch schon die Seelen wärmte. ...
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Der letzte Winter war lang und kalt. Ich weiß: das ist für niemand etwas Neues. Aber empirisch belegt wird es durch mein „soziales Umfeld“, denn ich habe (das vermutlich rein subjektive) Empfinden, alle sind schwanger und dazu noch "kurz vor fertig".
Ich gehöre zu den Menschen, für die das Glas immer halb voll statt halb leer ist, oder wie ich lieber zu sagen pflege: für mich ist immer (kurz vor) Ostern. Darum freue ich mich immer „as een Kluntje im Tee“ (übersetzt: Wie ein Stück Zucker in einem gewürzten Heißgetränk), wenn ich den Satz höre: „Du, Jodi, wir möchten Dir etwas mitteilen…“
Jedes Kind ist für mich ein Zeichen des Lebens. So lange unser Herr noch eine Seele in diese Welt sendet, ist das Glas halb voll oder kurz vor Ostern (okay, in diesem Fall eher kurz vor Weihnachten).
„Tststs, heute noch Kinder kriegen, wo nichts mehr sicher ist…“. Ich kann diesen Satz nicht mehr hören, konnte ich noch nie. Da werde ich „typisch christlich“, denn eins ist immer sicher: die Liebe unseres Herrn für jedes Kind.
Meine Freunde Butze und Ronny sind unterwegs, ihr Kind zu bekommen. Unterwegs ist wörtlich zu nehmen, denn auf Borkum kann man vieles bekommen, nur keine Kinder. Das Risiko ist zu groß, dass bei Komplikationen Hilfe nicht schnell genug erreichbar ist. Aus diesem Grund fahren sie grad aufs Festland. Es ziept noch lange nichts, aber wenn es los geht, dauert die Fahrt sonst zu lange.
Letztes Jahr ist ein Kind auf dem Rettungskreuzer mitten auf der Nordsee geboren worden. Der Knirps hat jetzt „Berlin“ in der Geburtsurkunde stehen und das könnte bei Ostfriesen zu Identitätskrisen ...
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„Wenn einer eine Reise tut…“ Ja, ich könnte eine Unmenge erzählen von meiner Reise nach Mexiko und Honduras. Unser europäischer Blick auf die Kirche genügt nicht, um sie in ihrer Weltweite und Buntheit zu erfassen. Die klimatischen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen sind völlig anders. Die Schere zwischen arm und reich klafft himmelschreiend auseinander, so dass das Leben eines Christen dort in keinem Moment davon absehen kann. In Honduras erwartete uns dazu noch eine unvorstellbare Regenperiode, die zu zerstörerischen Überschwemmungen geführt hat. Am stärksten betroffen sind wieder einmal die Ärmsten, weil viele von ihnen ihre Behausungen ins ,Niemandsland‘ Flussufer bauen. Nun hat der Strom sie mitgerissen.
In all dem steht die Kirche dort auf der Seite der Armen, setzt sich in ihrer Caritas ein mit den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, und befähigt Menschen, vor Ort Zeugnis zu geben für ihren Glauben und das Glaubensleben in Gottesdienst, Katechese und karitativer Zuwendung selbst zu gestalten. Mit Selbstbewusstsein und Kompetenz erfüllen die zahlreichen Delegados de la palabra (Diener des Wortes) ihre Aufgabe, eben nicht nur im Gottesdienst, sondern auch im Dienst am Menschen. Von diesem großen Netzwerk aus Männern und Frauen, die sich aus Taufe, Firmung und Beauftragung gesandt wissen zu den Menschen, lebt Kirche, fängt Kirche viele Belastungen auf oder erleichtert sie. Ich erlebte Menschen aus allen Generationen, vor allem auch Familien mit Kindern und Jugendlichen, denen viele Perspektiven für ein gutes Leben genommen sind durch die soziale Situation, die aber dennoch ihre Hoffnung au ...
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Gerade durfte ich eine
Chagall-Ausstellung mit 43 Lithographien zur Bibel eröffnen. Diese Arbeiten sind nicht die Bilder einer Religion, sie sind Bilder der Menschheit, weil sie Ur-Ahnungen und Ur-Sehnsüchte der Menschen aufgreifen, die in den biblischen Szenen enthalten sind, und wie Traumbilder den Betrachter in der Seele berühren. Es sind Bilder der Liebe und des Friedens, der Suche nach Gott und des Ringens mit dem Leben. Sie sind auf ihre Weise ein wichtiger Beitrag zum Frieden, wie er immer wieder aus Religion, Kunst, Kultur, Dichtung, Musik erwächst.
Mitten in den täglichen Meldungen über die Opfer von fundamentalistischen und terroristischen Akten religiöser Fanatiker – ich denke gerade besonders an die dutzenden getöteten Katholiken bei der Geiselnahme in Bagdad – ist es lebens-notwendig, die positiven Kräfte des Religiösen zu stärken und in tägliche Lebenspraxis zu übersetzen – auch hierzulande. Gute Bilder können dabei sehr hilfreich sein. ...
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