Lange bin ich ohne Glauben aufgewachsen. Naja, das kann man nicht ganz sagen, an „irgendwas“ habe ich immer geglaubt, doch irgendwie fehlte mir der Bezug zu Gott und der Kirche.
Getauft wurde ich als Kind nicht. Aus dem einfachen Grund, dass meine Eltern mich diese Entscheidung selber treffen lassen wollten. Also ging ich im Laufe meiner Kindheit und Jugend durch einige verschiedene „Findungsphasen“ bis ich vor einigen Jahren ins Emsland zog. Dort bekam ich ersten Kontakt mit der hiesigen katholischen Jugend, die maßgebend für die Jugendarbeit in unserem Dorf verantwortlich war. Schnell knüpfte ich dort erste Freundschaften und fühlte mich in die Gemeinschaft integriert. Ich wurde dort Gruppenleiterin, fuhr mit aufs jährliche Zeltlager und lebte dort wie alle anderen auch die Gemeinschaft und das Miteinander.
Doch so ganz überzeugt war ich trotzdem noch nicht.
Eine weitere wichtige Kriterie war mein Praktikum in der benachbarten Jugendbildungsstätte.
Durch die Gottesdienste und Andachten in der hauseigenen Kapelle und das christliche Flair, was dort einfach allgegenwärtig war, fasste ich einen Entschluss: Ich wollte zum katholischen Glauben übertreten.
Nach einigen Gesprächen mit dem damaligen geistigen Leiter des Hauses sowie einiger weiterer Vertrauenspersonen machte ich mich auf den Weg zu dem Pastor unserer Gemeinde. Nach einigen Treffen mit ihm, bei denen ich mich noch weiter mit meinem Glauben beschäftigte, sowie noch viele weitere „Infos“ zu dem Katholizismus bekam, war es dann soweit: Im Juni letzten Jahres wurde ich in der Dienstagsmesse getauft, gefirmt und erhielt die heilige Kommunion - so ...
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Manchmal sind es auch nur Zeichen, die einem zeigen: wer glaubt, ist nie allein.
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„Zwischen den Jahren“ – eine eigene Zeit. Zwischen-Zeit! Ein turbulentes Jahr geht für mich dem Ende zu. Viele Begegnungen zu Weihnachten: Schwerkranke, Sterbende, Trauernde, Wohnungslose, Suchende, Ängstliche, Eilige, vom Weihnachtsmarkt und Geschenkekauf Berauschte, aber auch viele voller Vorfreude, Gelassenheit, Dankbarkeit für das Jahr...
Das neue Jahr kommt mit vielen Terminen auf mich zu. Zwischen den Jahren wird der Kalender gewechselt. Er füllt sich bald mit vielen vorgemerkten Begegnungen und Ereignissen, die schon vor mein Auge treten. Momente der Rückbesinnung, des Verweilens und der Vorschau in diesem „Zwischen“ der Jahre.
Eine eigene Stimmung haben diese Tage, aber auch eine typische. Denn immer lebe ich auch in diesem „Zwischen“: noch nicht ganz weg vom Letzten, noch nicht ganz da beim Nächsten. Dabei kann einem das „Jetzt“ leicht verloren gehen, das Auskosten der Zeit, die nicht im „Zwischen“ zerrieben werden darf.
Zwischen den Jahren wünsche ich allen, dass sie im Neuen Jahr nicht nur „dazwischen“ geraten, sondern den Augenblick leben als Zeit unter dem Augen-Blick Gottes, der da ist in unserer Zeit und Welt – und, wie tröstlich, auch im „Dazwischen“. Gott sei Dank! ...
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Es ist mein letzter Kurstag. Seit zehn Tagen probiere ich mehr als 4 Stunden am Tag, endlich einmal RICHTIG eine Welle stehend zu reiten. Nicht halb kniend oder fast stehend aber mit einer Hand am Brett oder wie meistens links, rechts, vorne, hinten runter fallend. Hallo? Hätte man mir nicht sagen können, dass man eine gewisse Grundfitness braucht? Also wer nicht locker auf der Schulter eine Wasserkiste (erwähnte ich, dass sie voll sein sollte?) in den dritten Stock eines Leuchtturm befördern kann, der wird es auf dem Brett nicht leicht haben. So kommt es mir zumindest vor. Und aus der Brandung (Weißwasser, max. hüfthoch) bin ich noch nie rausgekommen. Tja und dann kam heute mein Surfcoach Theresa mit ihren Brett auf mich zu gepaddelt: “Komm, Kathrin, packen's ma, heut wird rausgepaddelt!“ - „ICH??? RAUSPADDELN? Etwa da, wo ich nicht stehen kann???!!!“ ( Und den Wellen hilflos ausgeliefert bin, dachte ich) „Jo, deswegen heißt es RAUSpaddeln“ „Das kann ich nicht, ich bin bis jetzt nicht einmal RICHTIG auf dem Brett gestanden“ „Aber klar kannst Du das, auf geht's.“
Nur so zur Information, es war WINDIG, die Wellen waren auch WELLEN und JA, ich hatte Angst. Aber ich bin mit Theresa rausgepaddelt. Zu meiner ersten Verwunderung: ich bin nicht vom Brett gespült worden. Und dann sagte Theresa: “Es reicht, dreh Dich.“ Ich drehte mich und „Ahhh, soweit draußen?“ - „Ja, paddel zurück, oder nimm eine Welle.“ Celina, mein zweiter Surfcoach, stand am Strand und zeigte Daumen hoch. Ich paddelte los, bekam eine Welle, schwang mich hoch und plötzlich stand ich. Ich ritt die Welle bis zum Strand STEHEND!! D ...
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Diese Frage muss man wohl irgendwann beantworten, wenn man mit Kindern zu tun hat. Jeder braucht doch ein zu Hause, das ist für Kinder ganz wichtig und logisch. Selbst wenn sie Gott nicht sehen können, möchten sie wissen, wo er ist. "Der liebe Gott wohnt im Himmel", das wird vielen Kindern gesagt, und es ist es gut, dann näher zu erklären, wie man den Himmel versteht.
Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, den Kindern zu vermitteln,dass Gott immer bei uns ist, wenn wir an ihn denken, zu ihm beten, oder für andere Menschen etwas Gutes tun.
Nicht wo er,
da auch du
sondern
wo du,
da auch er.
Diesen Spruch von der Hl. Monika habe ich kürzlich auf einem Seminar gehört und er ist mir hierzu wieder eingefallen. Für Kinder vielleicht etwas schwer zu verstehen. Für Erwachsene aber eine gute Anregung, sich auf einen Austausch mit ihnen einzulassen. Und für mich immer wieder ein guter Gedanke für den Beginn eines Tages. ...
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„Im Falle eines Falles klebt UHU wirklich alles.“ So lautete ein Werbeslogan für einen Klebstoff schon in meinen Kindertagen. Dass die Uhu-Familie, die seit einiger Zeit an unserem Dom lebt, so viele Besucher anziehen würde, hätte ich nicht erwartet. Die Fotoapparate ,kleben‘ geradezu an den Vögeln. Und der Rasen des Domherrenfriedhofs – sonst ein sehr beschaulicher, ruhiger Ort inmitten des städtischen Getriebes – ist schon ganz abgetreten von den vielen, die sich für Familie Uhu interessieren.
Ich muss zugeben, dass auch ich jedes Mal, wenn ich durch den Kreuzgang gehe, einen kurzen Blick durch die Säulenreihen werfe, ob die Uhus da sind. Es ist gut, dass der Dom nicht nur Menschen, sondern auch Tieren Heimat gibt, denn es ist ein Zeichen dafür, dass unsere Schöpfung nicht allein den Menschen gehört. „Wie liebenswert ist deine Wohnung, Herr der Heerscharen... Mein Herz und mein Geist jauchzen ihm zu, ihm, dem lebendigen Gott. Auch der Sperling findet ein Haus und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, Herr der Heerscharen, mein Gott und mein König. Wohl denen, die wohnen in deinem Haus, die dich allezeit loben“ (
Psalm 84, 2-5).
Dieses uralte Psalmwort aus d ...
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Jetzt haben wir bald Mitte Juli, und ich habe mich noch nicht zu den Kommentaren zu meinem letzten Eintrag geäußert. Aber jetzt! Doch zuerst: DANKE für Eure Rückmeldungen (z.T. aus dem Religionsunterricht).
Es gibt ein Leben vor dem Tod! Das dürfen und wollen wir bei aller christlichen Ausschau nach dem größeren Leben nach dem Tod nicht übersehen. Ja, das Leben vor dem Tod bekommt durch das größere Ziel sogar einen ganz besonderen Wert. Ausschau nach dem „Leben in Fülle“ ist keine Vertröstung oder Flucht aus dem Irdischen. Aber dadurch, dass ich weiß, wohin es geht, kann ich mich mutiger in das Hier und Jetzt hineinbegeben. Wer das Leben nur als letzte Gelegenheit sieht, als etwas, das am Ende dann ins Nichts zurückfällt, darf nur ja nichts verpassen und verliert die Gelassenheit. Paulus nennt das sehr drastisch: „Lasst und fressen und saufen, denn morgen sind wir tot“ (vgl. 1 Kor 15,32). Alles wird ausgekostet, weil es kein Darüberhinaus gibt.
Und doch ist da diese Sehnsucht, dass es im Leben und im Tod mehr als alles geben muss, ist da diese Ahnung, dass alle Ungerechtigkeit, alles Leid, alles Ungehörte, alles Unvollendete danach schreit, ein erlösendes Ziel zu finden. Ob jeder das als Leben bei Gott ansieht, ist freilich fraglich. Aber selbst der Glaube an eine Reinkarnation sucht nach etwas über das jetzige Leben hinaus.
Es gibt kein Leben ohne Tod, aber es gibt auch keinen Tod ohne Leben. Der Blick auf eine Begegnung mit Gott, auf ein Bleiben bei Gott, diese Hoffnung, dass dieses Leben Wert hat für das ewige Leben, stärkt und ermutigt für das Leben vor dem Tod. Es „lohnt sich“, auf eine grà ...
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