Jetzt ist es wieder amtlich, dass die Zahl der Geburten in Deutschland weiter sinkt. Zu lesen z.B. hier:
http://www.stern.de/politik/deutschland/bevoelkerungsstatistik-geburtenraten-auf-tiefpunkt-angelangt-1849914.html
Und gleich wird auch das Erziehungsgeld wieder in Frage gestellt. Ausgerechnet aus den Reihen der CDU, die doch eigentlich Familien besonders fördern müsste. Zu lesen z.B. hier:
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/cdu-abgeordneter-stellt-elterngeld-infrage-1.2895696
Ich meine, dass es nicht besonders verwunderlich ist, dass man eine steigende Geburtenzahl nicht „kaufen“ kann. Das ist aus meiner Sicht auch gar nicht der entscheidende Punkt beim Elterngeld. Ich halte es eher für einen Beitrag zur ausgleichenden Gerechtigkeit. Wer sich für Kinder entscheidet, hat schlicht sinkende Einnahmen (durch Verdienstausfall), steigende Kosten (durch eine weitere Person im Haushalt) und eine enorme zusätzliche Zeitbelastung (durch Erziehung und Versorgung). Damit sinkt der Lebensstandard aller, die sich, gesellschaftlich und wirtschaftlich höchst relevant, auf das Abenteuer Familie einlassen. Ich finde, da darf man ruhig gesellschaftlich einen finanziellen Lastenausgleich vornehmen, selbst wenn dadurch nicht die Geburtenzahlen steigen.
Entscheidender wird wahrscheinlich für die Geburtenzahl aber die Frage sein, welche soziale Anerkennung Väter und Mütter für ihre Fa ...
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Ich lerne gerade ein neues Gefühl kennen: Heim(at)weh. Nicht, das es hier nicht schön ist: 40°C, Surfer-Strand direkt vor der Tür und eine lockere Stimmung im Camp. Das Camp. Mhm. Vielleicht liegt es ja an mir und diesem Camp. Wie sie wissen, ist das hier eine Surfer-WG auf Zeit, im besten wie im schlechten Sinne. Ja, eine richtige WG mit EINEM Schlafraum und 20 Matratzen, ZWEI Toiletten und einer Küche, die ich außer mit meinen Mitbewohnern noch mit verschiedenen Klein- und Kleinsttieren teile - einige habe ich noch nie vorher gesehen und ich hätte auch gerne darauf verzichtet.
Verbuche ich unter Dehnübungen für meinen Horizont. Allerdings merke ich, dass mit steigendem Alter kontinuierlich die Bereitschaft sinkt, mein Kopfkissen mit einem lieben aber fremden Hund zu teilen oder mich neben einem Ameisen-Nest zu betten. Nein, daran kann es nicht liegen, denn ich lächle, während ich dies schreibe.
Heimweh hatte ich mir noch nie erlaubt. Dachte, das wäre ein Gefühl für spießige Stubenhocker. Jetzt merke ich, es sind die Menschen an die man denkt, die an einen denken. Mein Nest, in das ich nach jedem Ausflug zurückfliege und die Menschen, die mich mit offenen Armen immer wieder aufnehmen. Glücklich ist, wer Heim@weh (ich liebe Wortspiele) hat, denn er hat ein Heim. Die Wise-Guys haben dazu einem wunderschönen Song geschrieben:
Am Ende des Tages.
Ich wünsche Ihnen von Herzen auch eine Schatztruhe. ...
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Als katholische Kindertagesstätte beten wir regelmäßig mit den Kindern. Wir danken für das Essen, die Gemeinschaft, die Schöpfung oder tragen Gott unsere Bitten vor. Dabei wechseln sich frei gesprochene Gebete mit vorgelesenen oder auswendig gesprochenen Texten ab. Kinder sind sehr unmittelbar in ihren Äußerungen beim freien Gebet, haben aber auch Spaß an verfassten Gebeten, besonders wenn sich sie sich reimen. Im Kontakt mit den Eltern nehmen wir wahr, dass viele Erwachsene Schwierigkeiten haben, oder auf der Suche nach zeitgemäßen Texten oder Worten sind, von denen sie sich angesprochen fühlen.
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Großereignisse und persönliche Begegnungen haben die letzten Tage geprägt. Das Treffen mit 200 Priestern und Diakonen, mit der Niedersächsischen Landesregierung, die Begegnung mit den zahlreichen Teilnehmern an den Osterfeierlichkeiten und vieles andere. Kirche in all ihren Bezügen, in Öffentlichkeit und Groß-Gemeinschaft. Daneben die eher verborgenen Einzelbegegnungen und Gespräche in der Beichte im Dom, in den privaten Besuchen bei Kranken und bei Verwandten zu den Feiertagen; dazwischen die kleinen Kreise bei einer österlichen Tauffeier, in der Familie, in dem Gesang ums Osterfeuer. Und nicht zu vergessen: kleine Auszeiten nur für mich.
Die „Seelsorge“ Jesu wechselt auch immer auf diesen Ebenen: Volk, Jüngerkreis und Einzelbegegnung, Rückzug in Einsamkeit. Wo diese Elemente in guter Balance sind, wird Pastoral (= Hirtendienst) menschlich und trotz der vielen verschiedenen Stimmungen nicht nur erträglich, sondern erfüllend, nicht nur negativer Stress, sondern positive Herausforderung, ein Gefühl von „Leben in Fülle“, Leben in Profilen zwischen Höhen und Tiefen. Ein paar Stunden mit Freunden und Verwandten sind da ein guter Raum, um sich zu erholen in Erinnerung, Erzählung, in Weiterdenken und Weiterhandeln.
Ostern soll ja 50 Tage dauern – nicht als Dauerfest, aber als fester Faden im Gewebe des Alltags. Bis bald! ...
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„Gott umarmt uns mit der Wirklichkeit.“ Von diesem Satz komme ich nie ganz los. Heute war die Wirklichkeit mal wieder besonders bunt: Ich sehe die Freude einer Familie über neuen Nachwuchs; ich sehe den Schrecken eines Menschen, der die harte Wahrheit über seine schwere Erkrankung erfährt; ich schaue bei der Firmung jungen Leuten in die Augen, die voller Hoffnung und Skepsis zugleich in die Zukunft blicken; ich diskutierte mit Menschen in einer Gemeinde, wie es mit Kirche weitergeht – und dazu viele Informationen, Anfragen, kritische und ermutigende Worte in Begegnungen, Briefen, am Telefon... Eine bunte Wirklichkeit!
Manchmal umarmt Gott mich so mit dieser Wirklichkeit, dass ich mich umklammert oder fast erdrückt fühle. Manchmal ist es wieder so, dass sie mich trägt, ja geradezu beflügelt. Mal erscheint diese Umarmung wie eine "Zwangsjacke", mal wie ein Schutz, mal wie eine zärtliche, liebende Gebärde, die mich hält und prügelt zugleich. Dass das eine uralte menschliche Erfahrung ist, zeigt der
Psalm 139 in den Versen 1 bis 12.
Ich hoffe, dass ich bei aller Zerrissenheit des Alltags die Umarmung mit der Wirklichkeit immer wieder so erahnen und erfahren kann: als Umarmung eines liebenden, nicht eines launischen Gottes, der in den verschiedenen Situationen zu mir steht. ...
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