Fast
300 junge Leute aus unserem Bistum bereiten sich in diesen Tagen auf ein Großereignis vor, das inzwischen fest zur Jugendpastoral gehört: der Weltjugendtag, diesmal in Madrid. Ein Fest des Glaubens, ein Fest der Jugend, ein Fest der Welt, das ich gemeinsam mit den jungen Menschen erleben darf – zum sechsten Mal. Das Leitwort „In Christus verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben“ (vgl. Kol 2,7) ist für unsere Zeit besonders herausfordernd. Denn viele (junge) Menschen wissen nicht mehr, woran sie sich wirklich festhalten können, was ihnen wirklich und nachhaltig Orientierung und Sinn gibt angesichts der zahllosen Möglichkeiten, die sich bieten.
Die beiden Bilder, die in dem Leitwort stecken – der Baum und das Haus – sind Urbilder unseres Lebens und unseres Glaubens. Wer in Christus verwurzelt ist, ist deswegen nicht unbeweglich und starr. Er hat einen Standpunkt, von dem aus er dem Leben gewachsen sein kann. Ein gut verwurzelter Baum kann in seiner Krone weit ausgreifen und in Kommunikation mit der Umgebung eintreten, ohne sich dabei zu zerstreuen, ohne sein Rückgrat zu verlieren oder einzuknicken. Wer so lebt, dessen Bewegung zu den Menschen und zur Welt ist fest und klar, weil er sich in Gottes Wort und Weisung verwurzelt weiß.
Ebenso ist es mit dem Haus. Das Lebenshaus junger Menschen kann heute aus vielen Materialien gebaut sein, aus vielen Erfahrungen der Höhe und der Tiefe, der Begeisterung und des Abgrundes. Mauern werden durchbrochen von Fenstern und Türen, die Öffnung und Schutz, Gastfreundschaft und Geborgen ...
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Du bist spitze, du bist genial,
so jemanden wie dich gibt´s nur einmal.
So wie du bist, bist du wunderbar gemacht.
Da hat sich Gott was Gutes ausgedacht.
Mit den
Perlen für Gott geben wir in der Kindertagesstätte in verschiedenen Situationen Anregungen für Gespräche mit Gott. Dieser Zugang ist für die Gebetserziehung von christlichen und muslimischen Kindern geeignet. Die Ich-Perle ist einzigartig und schön.
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Dialog. Dieses Zauberwort ist mir in der letzten Woche nicht aus dem Sinn gegangen. Nach den Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlusten der vergangenen Monate in Kirche und Gesellschaft scheint der Dialog eines der wichtigsten Gegenmittel zu sein. Denn wo Menschen sich nicht gegenseitig wahr-nehmen, das heißt die Wahrheit des anderen zu verstehen suchen, kommt es zu Missverständnissen, Misstrauen und Vorurteilen. Dialog meint, wirklich aufeinander zu hören, sensibel füreinander zu sein und zuweilen auch um die Wahrheit in Wahrhaftigkeit zu ringen.
Ich bin sehr froh, dass wir uns sowohl im Bistum als auch in der Bischofskonferenz zu neuen Formen des Dialogs entschlossen haben. Dadurch sind wir davor bewahrt, auf die aktuellen Fragen und Probleme zu harmlos oder zu hysterisch zu reagieren. Ob die Erfahrungen aus den Missbrauchsskandalen wirklich Spuren hinterlassen oder nur Staub aufwirbeln, muss sich jetzt zeigen. Es könnte eine abendliche Gewissensfrage für mich persönlich werden: Welche Spuren hast du heute hinterlassen oder wieviel Staub? Waren die heutigen Begegnungen tatsächlich Dialoge oder eher Monologe zu zweit?
Auch der Dialog mit Gott lebt zunächst mehr vom Hören als vom Reden. Beten bedeutet nicht nur, Worte vor Gott zu machen, sondern zuerst einmal still zu werden, um zu horchen. Das kann zu einer echten Geduldsprobe werden, weil ich und wir auch mit dem Schweigen Gottes rechnen müssen… ...
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