...da ich momentan kein Internet bzw. kein Netbook habe, hier nur ganz kurz ein paar kleine Begebenheiten etwas aus meinem Notizbuch!
Freitag 20.05.11
Verrueckt. Die Nacht verbrachte ich mal wieder im Krankenhaus. Unser Hausmeister und Nachbar wurde in der Nacht (gegen 2Uhr) vom Blitz getroffen, waehrend er sich draussen erleichtern wollte. Nun konnte er seine komplette linke Koerperhaelfte nicht mehr spueren und bewegen. Nach erfolglosen Versuchen, bei verschiedenen Taxiunternehmen ein Taxi zu bekommen “Wetter zu schlecht” und und und, mussten wir ihn irgendwie ins Krankenhaus bringen. Mit einer Lastenrikshaw schoben wir ihn dann ueber die gut aufgeweichte “Strasse” in das ~ 20 Minuten entfernte Krankenhaus.
Sonst ist alles gut gegangen und wir schafften es gegen 5.30Uhr wieder im Ashram zu sein.
Am Abend ist mir dann noch mein Ladegeraet durchgebrannt und habe nun also keinen Strom mehr fuer mein Netbook. Komisch nur, dass mit meinem Ladekabel noch drei Gluebirnen und ein Handy-Aufladekabel durchgebrannt sind.
Nachtrag: Dem Hausmeister gehts blendent und die Hochzeit seiner Tochter am folgenden Sonntag war auch super!
Sonntag 22.05.11
Von einer Hochzeit zur naechsten! Am Morgen noch die christliche Hochzeit und am Abend die Hindu Hochzeit eines bengalischen Arbeiters.
DIE Hochzeit war mal eins ziemliches Ereignis! Als Gedankenstuetzte wuerdewohl die Irrfahrt zum Haus der neuen Frau und das Einschreiten der “Alten” waehrend der Zeromonie reichen.
Habe wirklich noch nie erlebt, dass der Braeutigam nicht weiss wo seine neue Frau wohnt. Naja sind wir eben eine Stunde durch die Gegend geirrt ehe wir von einem v ...
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So wie angekündigt nun das Rezept für Alu Cop (gesprochen Aluu Schop) und Piyaji (gespr. Pijaschi). Alu Cop ist in etwa würzig frittierter Kartoffelbrei. Piyaji ist einfacher und bezeichnet lediglich frittierte Zwiebelstreifen.
Wer etwas Mut hat kann es ja mal probieren. ;)
Die Maßeinheiten zu bekommen war eine Angelegenheit für sich. Ohne Waage sind einige Angaben etwas geschätzt...
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Die Temperaturen steigen allmählich auf "sommerliche" 40-45°C. Über den Regen freut man sich mehr, als über einen wolkenlosen Himmel. Was tun? Ausbrechen in den Himalaya! Vom 29. April bis zum 8. Mai besuchte ich die "Andere" aus dem Bistum: Valerie in Kalimpong.
Los ging es am 28. mit dem Schlafzug über Nacht nach Siliguri. So als Ostfriese dachte ich schon, dass der "Susunia Pahar" bei mir um die Ecke groß und hoch ist. Nun ja. Ausgestiegen aus dem Zug und erstmal nach Bergen geschaut. Fehlanzeige. So ging es erstmal zu einem Busstand. Ich war auch noch erstaunt, dass ich mit meinem Bengali noch sehr weit kam. Ich dachte, ehrlicherweise ich steige aus und bin direkt in den Bergen und verstehe kein Wort des Nepali.
Mit dem Bus ging es dann auch endlich in die Berge. 2 1/ 2 Stunden fuhr ich durch eine atemberaubende Landschaft bergauf. Vorbei an Affenrudel oder Baustellen von Staudämmen bis ich auf ~ 1100 Meter zum Gandhi Music School Ashram kam, indem Valerie arbeitet.
Das Gandhi Ashram gibt den Kindern nicht nur die Chance auf eine fundierte Schulbindung, sondern ermöglicht auch das erlernen von Musikinstrumenten. Momentan können die Schüler Violine, Cello, Flöte oder Klavier lernen, wobei vorwiegend die Violine.
Kleinigkeit gegessen, Dusche und los ging es mit zwei Schülerinnen zum Haus und Tempelbesuch.
Verständigungsprobleme gab es jedoch so gut wie keine, denn Englisch genießt im Gandhi Ashram eine weitaus größere Priorität als in anderen Schulen. Die Kids lernen schon ab der ersten Klasse Englisch und ab der dritten Klasse darf nur noch Englisch gesprochen werden. Ziemlich strikte Regel, welche jedoch auch ihren Erfolg haben. So können die meisten neben der Muttersprache auch Englisch Lesen und Schreiben.
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Ostern in Indien hatte nun wirklich, bis auf den Ablauf der Messen, mal wieder ziemlich wenig mit den vorherigen Osterfesten in Deutschland zu tun. Kein Osterhase, keine Ostereier, kein Osterlamm, kein Eiersuchen, keine gewöhnliche Ostersonntagsmesse und und und....
Vorab erstmal die Auflösung des Bilderrätsels.
Erste Reihe von links nach rechts
1. Limone
2. Papaya
3. Mango
Zweite Reihe von links nach rechts
1. Banane
2. Guava
3. Jackfruit
Dritte Reihe von links nach rechts
1. Kokosnuss
2. Cashew-Frucht (Wir kennen nur die die Nüsse aus der Tüte :) )
Die meisten Sachen musste ich aber auch erstmal erfragen, als ich ankam ;-)
So, und jetzt zu Ostern: Wie gesagt gab es keine Ostereier, dafür aber mal wieder eine große Packung Santhal-Kultur, Tänze, Gesänge, Dorftraditionen, bahar parob, Wasserbombenschlacht und jede Menge glückliche und zufriedene Menschen...
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Mir geht es weiterhin super hier in Indien, aber da ich mich wegen der Hitze und der eifrigen Ostervorbereitungen nicht auch noch für einen ganzen Bericht motivieren kann, gibt es einfach mal ein Bilderrätsel:
Wer kann erahnen, was in unserem Garten wächst und mehr oder weniger reif ist? Einige total einfache Sachen sind dabei - aber auch Befremdliches... Einfach kommentieren!!! :)
P.S. Auflösung nach Ostern und ach ja: der Palmsonntag mit richtigen Palmenblättern war auch nicht schlecht!
P.P.S. Hatte in den letzten Tagen einenrichtig guten Kochkurs mit unserer Köchin. Alu Cop und Pokuri/Piaji kann ich nun machen. Fotos und Rezept gibt es auch nach Ostern. Der letzte Kochtag war es auch noch nicht. Es stehen noch Googni, Singara, Samosa,Mangopickel, Dal und verschiedene Gemüse auf dem Plan. Seeehr gut :-)
Liebe Grüße aus Mirga
Stephan Dada Murmu
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...und es geht mir super! Es ist nun doch schon wieder eine längere Zeit - für euch - vergangen. Mir kommt es vor als sei es gestern gewesen. Die Zeit rast! Vor einem Jahr gab es den ersten richtigen Kontakt zu meiner indischen Organisation und nun heißt es schon bald: Koffer packen. Aber dann doch wohl für meinen geplanten Trip in den Himalaya, denn nach Hause will und muss ich noch nicht!
Der letzte Monat war voll mit schönen Programmpunkten. Seien es viele Besuche in den Dörfern bei Frauenselbsthilfegruppen, Geburtstage, Aschermittwoch, der Besuch des Superior General der Jesuiten, der Besuch meines Indienpatens oder das Frühlingsfest Holi. Neben der täglichen Ashram-Arbeit doch ein ganzer Haufen...
Die Besuche in den Dörfern ist immer wieder etwas ganz spezielles. Viele Dorfbewohner haben noch nie in ihrem Leben einen weißen Menschen gesehen und verhalten sich dementsprechend. Ungläubiges Starren oder schnelles Verschwinden in die Häuser, um danach etwas durch die Tür zu blinzeln. Bevor wir dann jedoch mit den Frauen-Selbsthilfegruppen arbeiten können, bedarf es einer kleinen Vorstellung, in der die Ängste abgebaut werden. Hier hilft es besonders, dass ich sie auf Bangla ansprechen kann: "Amar nam Stephan ebong ami jarman theke esechi" ( Ich heiße Stephan und bin aus Deutschland gekommen), bricht das Eis und wir können starten.
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