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	<title>Der Blog des Bistums Osnabrück</title>
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	<description>Der Blog des Bistums Osnabrück</description>
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		<title>Der Borkumer grüßt immer</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 09:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inselleben]]></category>
		<category><![CDATA[grüßen]]></category>
		<category><![CDATA[Höflichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verwandschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sie als Insulaner über unsere Insel wandeln, brauchen sie vor allem eins: starke Nacken- und Schultermuskeln. Denn man grüßt immer. Vor allem gut sichtbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte Sie mit einer liebenswürdigen Eigenheit eines kleinen Völkchens von einer fernen Insel bekannt machen: dem Grüßen als Geste.</p>
<p>Bei uns ist es Sitte, immer jeden zu grüßen, den man wie flüchtig auch immer kennt. Sie haben jemand dreimal beim Einkaufen gesehen? Damit kennen Sie ihn.</p>
<p>Hauptsache grüßen. Auch wenn man die Person schon zigmal am Tag gesehen oder mit ihr zusammen gearbeitet hat. Hauptsache grüßen.</p>
<p>Dabei reicht es, mit den Lippen ein Moin zu formen, eine Hand zu heben, oder zu nicken. Hauptsache grüßen.</p>
<p>Wenn sie am Steuer eines Gefährtes sitzen, reicht es, den Zeigefinger hochzuheben. Hauptsache grüßen.</p>
<p>Vor allem wenn sie gegrüßt werden, auf jeden Fall gnadenlos zurückgrüßen. Der gute Borkumer grüßt aus Reflex. Alles und jeden.</p>
<p>Und wehe nicht. Dann kann man sich am nächsten Tag (respektive beim nächsten Teetrinken) anhören: „Na, büst een Badegast? Musst nej mehr groten? („Na, bist Du jetzt ein Tourist? Brauchst Du nicht mehr zu grüßen?“). Diesen Satz habe ich mir als Kind ich weiß nicht wie oft anhören müssen. Wissen Sie, ich komme nicht aus einer Familie, sondern aus einer Sippe. Ich habe mehr Onkels und Tantens, Cousins und Cousinen als ich Finger, Zehen und Zähne habe (wir machen keinen Unterschied ob zweiten, dritten oder x-ten Grades). Die konnte ich gar nicht alle kennen. Aber die alle kannten mich! Und abends bekam ich immer von meinem Vater erklärt, wen ich nicht gegrüßt habe und von welcher angeheirateten Cousine es die Schwiegermutter vierten Grades es ist. Nun laufe ich aus Reflex immer mit grüßender Hand, leide an einem Schulter-Nacken-Syndrom und habe tausend glückliche Verwandte.</p>
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		<title>Wer ist bundespräsidiabel?</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 15:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bruno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krenzels Kanzel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[evangelische Pfarrer]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidat]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt, am Rosenmontag nach der denkwürdigen Hauruckkür des Bundespräsidentenkandidaten, stellt sich mir doch die Frage: Gibt es eigentlich noch andere Personalvorschläge für die Spitzenpositionen in diesem unserem Lande als evangelische Pfarrer oder Pfarrerinnen wie Gauck, Huber, Käsmann und Konsorten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt, am Rosenmontag nach der denkwürdigen Hauruckkür des Bundespräsidentenkandidaten, stellt sich mir doch die Frage: Gibt es eigentlich noch andere Personalvorschläge für die Spitzenpositionen in diesem unserem Lande als evangelische Pfarrer oder Pfarrerinnen wie Gauck, Huber, Käsmann und Konsorten? Aber gut, was will man erwarten bei einer evangelischen Pfarrerstochter an der Macht? Da wird mir als Katholik ja ganz schwindelig. Dabei hätte man doch nun wirklich mal einen kurzen Moment innehalten können. Dann wäre man wahrscheinlich auch auf ganz andere Möglichkeiten gekommen.</p>
<p>Zum Beispiel Franz Beckenbauer, als Bayer wahrscheinlich katholisch. Berufserfahrung als Kaiser hat er bereits sammeln können, die Ersatzfunktion des Bundespräsidenten hätte also genau zu ihm gepasst.</p>
<p>Oder Otto Rehagel! Wer die Griechen zu Europameistern machen kann, dem ist einfach alles zuzutrauen. Wohin es mit den Griechen ohne Otto gekommen ist, sieht man ja. Stattdessen muss er jetzt die Hauptstadtmannschaft vor dem Abstieg bewahren.</p>
<p>Pater Anselm Grün wäre auch eine katholische Alternative gewesen. Vorträge halten kann er, auf Katholikentagen muss er eh immer auftreten und wirtschaftswissenschaftliche Kompetenz bringt er auch noch mit.</p>
<p>Oder Thomas Gottschalk! Den kennt jeder, der war Messdiener, er wird allgemein akzeptiert und er könnte ohne Gesichtsverlust sein jüngstes Experiment im Fernsehen beenden.</p>
<p>Na ja, alles Männer. Mal überlegen. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin konnte sie schließlich schon. Oder Heidi Klum, das wäre mal ein ganz anderes Bild von Deutschland – oder ist die noch zu jung? Dann eben Mutter Beimer aus der Lindenstraße, weil Inge Meysel schon tot ist.</p>
<p>Oder wen haltet ihr für bundespräsidiabel?</p>
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		<title>Stille Zeit</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 09:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inselleben]]></category>
		<category><![CDATA[Erholung]]></category>
		<category><![CDATA[Pause]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Stille]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Pssst. Hören Sie das? Sie hören nichts? Richtig, denn es ist Winter auf einer bewohnten Sandbank in der Nordsee. Nur in Abstellkammern ist noch weniger los als hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist es soweit. Die Stille Zeit hat auf unserer Insel begonnen. Stille Zeit nennt der Borkumer die Zeit zwischen Epiphanias (der liebe Gott ist auf Borkum eher evangelisch) und dem Eintreffen der ersten „Karnevalsflüchtlinge“ (jene armen Gestalten aus fernen deutschen Bundesländern, die mit Alaaf, Helau und Tätarätä nichts anfangen können und in den Ostfriesen Gesinnungs – bzw. Stimmungsgenossen sehen).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/stille-am-sudstrand/" rel="attachment wp-att-1991"><img class="wp-image-1991 alignnone" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Strandbild-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a></p>
<p>In dieser Zeit verlässt alles, was nicht beruflich oder familiär hier bleiben muss, die Insel. 65 % der Geschäfte haben geschlossen (mit oft netten Hinweisen auf die nächste Saison). Die letzte Fähre Richtung Festland verlässt Borkum um 14 Uhr. Ich wähnte ja schon öfter den Alcatraz-Vergleich. Bloß, dass sie selbst schwimmend die Insel nicht verlassen können. Außer Richtung Juist, aber das wäre genauso schlau, als wenn sie von Alcatraz nach St. Helena fliehen.</p>
<p>Das große Schweigen legt sich über die Insel. Diese Stille empfinde ich als puren Luxus. Ich erinnere mich an mein Leben in Hamburg, das 365 Tage im Jahr Highlife in Tüten war. Ohne Pause. Ohne Zeit zum Durchatmen.</p>
<p>Wir genießen nach 280 Tagen im Dauerlauf , dass sich langsam unser Rhythmus runter fährt und wir abschalten können.</p>
<p>Zeit HABEN und sie bewusst genießen.</p>
<p>Im Winter genießen wir unsere kleine Kirchengemeinde, die (oft im wörtlichsten Sinn) familiär ist. Und wir genießen, dass wir Zeit haben Sonntags nach dem Gottesdienst auf einen Tee zusammen zu sitzen. Ähm, einen Tee? Och, wir sitzen schon mal zwei Stunden zusammen, erfinden das Rad neu und leiten zumindest verbal große Reformen in der Kirche ein.</p>
<p>Zeit für Gott ist Zeit für uns.</p>
<p>P.S.: Und wissen sie, was noch toll ist? Genau dann, wenn einem langweilig wird und man Hummeln im Hintern bekommt, beginnt die Saison und unser Dorf metamorphiert wieder zur Großstadt.</p>

<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02795/' title='DSC02795'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02795-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02795" title="DSC02795" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02781/' title='DSC02781'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02781-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02781" title="DSC02781" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02784/' title='DSC02784'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02784-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02784" title="DSC02784" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/stille-am-sudstrand/' title='Stille am Südstrand'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Strandbild-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Stille am Südstrand" title="Stille am Südstrand" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02797/' title='DSC02797'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02797-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02797" title="DSC02797" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02788/' title='DSC02788'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02788-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02788" title="DSC02788" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02802/' title='DSC02802'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02802-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02802" title="DSC02802" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02801/' title='DSC02801'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02801-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02801" title="DSC02801" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02804/' title='DSC02804'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02804-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02804" title="DSC02804" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02791/' title='DSC02791'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02791-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02791" title="DSC02791" /></a>
<a href='http://www.bistumsblog.de/2012/02/stille-zeit/dsc02782/' title='DSC02782'><img width="150" height="150" src="http://www.bistumsblog.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC02782-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DSC02782" title="DSC02782" /></a>

<p>&nbsp;</p>
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		<title>Srandjen &#8211; die Strandräuberin in mir</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 10:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inselleben]]></category>
		<category><![CDATA[Finden]]></category>
		<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Strandgut]]></category>
		<category><![CDATA[Strandräuber]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwo sitzen tief in mir die Gene meiner Ahnen, fast alle Strandräuber. Denn immer wenn ein Sturm losbricht zieht es mich an den Strand, und sie ahnen nicht was man alles so am Meer findet…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Entschuldigen Sie, ich habe Sie etwas vernachlässigt.</p>
<p>Aber wissen Sie, ich hatte nach den Stürmen und Orkanen alle Hände voll zu tun. Nein, keine Sorge, unsere Deiche waren nicht gebrochen und auch hat unser Haus noch alle Latten am Dach. Nein.</p>
<p>Ich war strandjen.</p>
<p>WAT WAR SIE???</p>
<p>Strand-jen (Wobei „-jen“ „chen“ ausgesprochen wird).</p>
<p>Strandjen ist ein urururaltes Recht der Borkumer. Es besagt, dass alles, was im Spülsaum des Meeres gefunden wird, dem Finder gehört (außer Wasserleichen, aber wer will die schon mitnehmen? Außerdem gibt es für diesen gemeldeten Fund 60 €).</p>
<p>Und sie ahnen nicht, was einem das Meer nach einem Sturm so alles vor die Füße wirft. Vor Jahren verlor ein Schiff einen Container mit Turnschuhen der Siegesgöttin mit vier Buchstaben. Er brach auf und unser Strand war gesät mit Turnschuhen. Leider nicht schön zusammengepackt im Karton, sondern alle einzeln. So konnte man in dieser Zeit an den Schwarzen Brettern unserer Insel Notizen lesen wie „Suche rechts 41, biete links 39“…</p>
<p>Mir haben die Stürme viel Holz beschert, das ich zurzeit auf Lagerfeuergröße <strong>hand!</strong>säge.</p>
<p>Aber mein Firmpaten-„Kind“ Sebastian machte den Fund schlechthin. Sebastian wohnt nur eine Wurf-Weite (eigentlich Wuff-Weite, er geht immer mit seinen Hunden los) vom Strand entfernt und fand eines Morgens einen Segel-Katamaran angetriebener Weise. Ein Anruf bei mir und meine Strandräuber-Gene erwachten. Eine Stunde später bargen wir ihn mit ganz viel Liebe und noch mehr Kraft. Jetzt warten wir sechs Monate - nein, nicht nur auf den Sommer, sondern auch, ob sich der rechtmäßige Besitzer meldet. Irgendwann bricht EU-Recht auch Inselrecht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wurzelbehandlung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 09:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bode bloggt]]></category>
		<category><![CDATA[Abgründe]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Versuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Wurzelsünden]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit uralter Zeit werden Grundversuchungen der Menschen in sieben so genannten Wurzelsünden ausgedrückt. Diese Wurzeln freizulegen und wahrzunehmen kann uns helfen, uns selbst besser auf die Schliche zu kommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleines neues Buch von mir ist erschienen. Es befasst sich mit unseren eigenen Abgründen. Ein spannendes Thema. Weil es mich lange beschäftigt hat, will ich das Büchlein kurz vorstellen.</p>
<p>Seit uralter Zeit werden Grundversuchungen der Menschen in sieben Wurzelsünden ausgedrückt, die uns in vielfacher Gestalt persönlich, in unserer Umgebung, in Kirche und Gesellschaft begegnen:</p>
<ul>
<li>Überheblichkeit und Stolz (superbia)</li>
<li>Habgier und Geiz (avaritia)</li>
<li>Wollust und Unkeuschheit (luxuria)</li>
<li>Missgunst, Neid und Eifersucht (invidia)</li>
<li>Unmäßigkeit und Völlerei (gula)</li>
<li>Zorn und Hass (ira)</li>
<li>Trägheit und Unlust (acedia)</li>
</ul>
<p>Schon oft war mir diese Reihe begegnet in der darstellenden Kunst und der Literatur. So habe ich mich in einer Fastenzeit näher damit auseinandergesetzt.</p>
<p>Die Betrachtung dieser Verhaltensweisen, dieser Haltungen hält uns einen Spiegel vor und lässt uns besser auf unsere eigene Schliche kommen, denn viel Fehlverhalten und Sünde gründet in diesen Wurzeln. Wurzelbehandlung wird nötig. Dafür müssen wir die Wurzeln aber freilegen, sie wahr-nehmen und bereit sein, uns von positiven Impulsen unseres Glaubens vor allem aus der Heiligen Schrift – und hier besonders von Paulus – herausfordern zu lassen. Das Büchlein kann ein guter Begleiter durch die Fastenzeit sein, in der unzählige Menschen auf verschiedene Weise ihrem Leben mehr auf den Grund gehen in der Vorbereitung auf Ostern.</p>
<p>Wir sind es gewohnt, im Vaterunser zu beten: „Und führe uns nicht in Versuchung“. Der Titel des Buches ist mit einem gewissen Stolperstein versehen. Es heißt: „Und führe uns in der Versuchung“. Führe uns in den Versuchungen, die uns nicht erspart bleiben, mit denen wir aber umzugehen lernen sollen. Früher oder später muss sich jeder seinen Schattenseiten stellen. Ich würde mich freuen, wenn meine Gedanken dazu helfen würden. Sie könnten dann auch ein wenig zur Heilung, zum Heil beitragen.  &#8211; Ich bin gespannt auf die Reaktionen.</p>
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