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Ein kleiner Abschluß

Samstag, 22. Oktober 2011 von stephan
Nun bin ich doch schon einige Wochen aus meinem Auslandsjahr zurück und es geht mir wirklich gut! Ich hatte ein wundervolles Jahr voller Eindrücke und Erlebnisse, welche ich mir so speziell nicht in Deutschland ausmalen konnte!
Alleine die letzten Monate in Indien waren schon sehr intensiv. Ich lernte die Kultur immer besser kennen in der ich leben durfte und sprach die Sprache immer flüssiger. Dies machte natürlich alles einfacher. Sei es das Feilschen mit den Straßenhändler oder die Gespräche mit Freunden, welche nun auch über den Smalltalk hinausgingen. Es lief einfach rund! Mit Abstand die schönsten Monate im ganzen Jahr.
Natürlich gab es auch genügend Situation, in der ich mich fragen musste "Warum tust du dir das an? - was will ich hier?". Besonders in der ersten Zeit, ist es schwierig gewesen den Kulturschock, mit inbegriffen, die Sprachbarriere zu meistern.
Dazu feiern wie Beispielsweise Geburtstag, Weihnachten oder Ostern hatten ihre eigene Dynamik. Nicht vergleichbar, um sagen zu können, ob es schöner oder besser war. Ich glaube, anders trifft es ganz gut.
Viele Freunde und Bekannte fragen mich, inwiefern ich mich verändert habe. Ich finde es immer wieder schwierig darauf eine Antwort zu finden. Ich wurde sensibilisiert mit den Gegebenheiten in einem fremden Land, in einer fremden Kultur und vorallem mit der dortigen Armut wie auch der riesigen Schere zwischen arm und reich. Korruption durch Regierungsbeamte oder Polizisten zählen hierbei auch zu den neu gefundenen Erfahrungen, wie auch die Dankbarkeit und Offenheit der Menschen, mit denen ich arbeiten durfte. Es macht einfach Spaß, wenn gesehen werden kann ...  » Artikel weiterlesen

Das Rückkehrer-Seminar

Montag, 29. August 2011 von stephan
Vor fast genau zwei Jahren fing alles für mich an. Info-Tag, Bewerbung, Auswahlwocheende ... und nun sollte es vorerst das letzte Seminar für meinen Freiwilligendienst sein.

Seit zwei Monaten bin ich nun schon wieder in Deutschland und komme Tag für Tag einen Schritt mehr in Deutschland an. Gefühlsmäßig ein ziemliches Wirrwar, jedoch merke ich auch, dass ich nicht mehr ganz der Stephan bin, der sich vor zwei Jahren beim Bistum beworben hatte.

Angefangen mit einem lockeren Sektempfang und großer Wiedersehensfreude, wurde heute nocheinmal in Rulle ein Abschiedsgottesdienst gefeiert.

Thematisch wurde auf dem Seminar natürlich fast ausschließlich über unser Jahr gesprochen. Über die Erlebnisse aber viel mehr auch über unsere Beziehung zu besonderen Menschen, das Verhalten bei Problem oder das Darstellen eigener Situation in denen wir an unsere Grenzen gestoßen sind. Sehr intensiv, aber für mich noch sehr viel hilfreicher. Die Stimmung war die ganze Woche über einfach super und die Gruppe ist nocheinmal total zusammen geschweißt worden. Alleine die Gespräche sollten als bleibende Erinnerung bleiben, jedoch durften wir auch noch Kaffee-Tassen persönlich für einen Mitfreiwilligen bemalen und sie während des Messe überreichen.

Da ich nun ab Morgen erst einmal in den Urlaub fahren werde, noch kurz etwas zu den Fotos und einen richtigen Abschlussbericht gibt es dann mitte September.

Neben den zwei Gruppenfotos mit vielen Kleidungsstücken aus verschiedenen Ländern sind noch zwei aus dem Gottesdienst angehängt. Zum einen die Gruppe aktiv am Singen zum anderen ich, mit meinem Lungi (indischer Wickelrock) währen ...  » Artikel weiterlesen

Aus meinem Notizbuch…

Donnerstag, 02. Juni 2011 von stephan
...da ich momentan kein Internet bzw. kein Netbook habe, hier nur ganz kurz ein paar kleine Begebenheiten etwas aus meinem Notizbuch!

Freitag 20.05.11

Verrueckt. Die Nacht verbrachte ich mal wieder im Krankenhaus. Unser Hausmeister und Nachbar wurde in der Nacht (gegen 2Uhr) vom Blitz getroffen, waehrend er sich draussen erleichtern wollte. Nun konnte er seine komplette linke Koerperhaelfte nicht mehr spueren und bewegen. Nach erfolglosen Versuchen, bei verschiedenen Taxiunternehmen ein Taxi zu bekommen “Wetter zu schlecht” und und und, mussten wir ihn irgendwie ins Krankenhaus bringen. Mit einer Lastenrikshaw schoben wir ihn dann ueber die gut aufgeweichte “Strasse” in das ~ 20 Minuten entfernte Krankenhaus.
Sonst ist alles gut gegangen und wir schafften es gegen 5.30Uhr wieder im Ashram zu sein.
Am Abend ist mir dann noch mein Ladegeraet durchgebrannt und habe nun also keinen Strom mehr fuer mein Netbook. Komisch nur, dass mit meinem Ladekabel noch drei Gluebirnen und ein Handy-Aufladekabel durchgebrannt sind.
Nachtrag: Dem Hausmeister gehts blendent und die Hochzeit seiner Tochter am folgenden Sonntag war auch super!

Sonntag 22.05.11

Von einer Hochzeit zur naechsten! Am Morgen noch die christliche Hochzeit und am Abend die Hindu Hochzeit eines bengalischen Arbeiters.
DIE Hochzeit war mal eins ziemliches Ereignis! Als Gedankenstuetzte wuerdewohl die Irrfahrt zum Haus der neuen Frau und das Einschreiten der “Alten” waehrend der Zeromonie reichen.
Habe wirklich noch nie erlebt, dass der Braeutigam nicht weiss wo seine neue Frau wohnt. Naja sind wir eben eine Stunde durch die Gegend geirrt ehe wir von einem v ...  » Artikel weiterlesen

Guten Appetit!

Sonntag, 22. Mai 2011 von stephan
So wie angekündigt nun das Rezept für Alu Cop (gesprochen Aluu Schop) und Piyaji (gespr. Pijaschi). Alu Cop ist in etwa würzig frittierter Kartoffelbrei. Piyaji ist einfacher und bezeichnet lediglich frittierte Zwiebelstreifen.
Wer etwas Mut hat kann es ja mal probieren. ;)

Die Maßeinheiten zu bekommen war eine Angelegenheit für sich. Ohne Waage sind einige Angaben etwas geschätzt...



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Kalimpong und Darjeeling

Freitag, 13. Mai 2011 von stephan
Die Temperaturen steigen allmählich auf "sommerliche" 40-45°C. Über den Regen freut man sich mehr, als über einen wolkenlosen Himmel. Was tun? Ausbrechen in den Himalaya! Vom 29. April bis zum 8. Mai besuchte ich die "Andere" aus dem Bistum: Valerie in Kalimpong.

Los ging es am 28. mit dem Schlafzug über Nacht nach Siliguri. So als Ostfriese dachte ich schon, dass der "Susunia Pahar" bei mir um die Ecke groß und hoch ist. Nun ja. Ausgestiegen aus dem Zug und erstmal nach Bergen geschaut. Fehlanzeige. So ging es erstmal zu einem Busstand. Ich war auch noch erstaunt, dass ich mit meinem Bengali noch sehr weit kam. Ich dachte, ehrlicherweise ich steige aus und bin direkt in den Bergen und verstehe kein Wort des Nepali.
Mit dem Bus ging es dann auch endlich in die Berge. 2 1/ 2 Stunden fuhr ich durch eine atemberaubende Landschaft bergauf. Vorbei an Affenrudel oder Baustellen von Staudämmen bis ich auf ~ 1100 Meter zum Gandhi Music School Ashram kam, indem Valerie arbeitet.
Das Gandhi Ashram gibt den Kindern nicht nur die Chance auf eine fundierte Schulbindung, sondern ermöglicht auch das erlernen von Musikinstrumenten. Momentan können die Schüler Violine, Cello, Flöte oder Klavier lernen, wobei vorwiegend die Violine.
Kleinigkeit gegessen, Dusche und los ging es mit zwei Schülerinnen zum Haus und Tempelbesuch.
Verständigungsprobleme gab es jedoch so gut wie keine, denn Englisch genießt im Gandhi Ashram eine weitaus größere Priorität als in anderen Schulen. Die Kids lernen schon ab der ersten Klasse Englisch und ab der dritten Klasse darf nur noch Englisch gesprochen werden. Ziemlich strikte Regel, welche jedoch auch ihren Erfolg haben. So können die meisten neben der Muttersprache auch Englisch Lesen und Schreiben.
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Ostern in Indien

Dienstag, 26. April 2011 von stephan
Ostern in Indien hatte nun wirklich, bis auf den Ablauf der Messen, mal wieder ziemlich wenig mit den vorherigen Osterfesten in Deutschland zu tun. Kein Osterhase, keine Ostereier, kein Osterlamm, kein Eiersuchen, keine gewöhnliche Ostersonntagsmesse und und und....

Vorab erstmal die Auflösung des Bilderrätsels.
Erste Reihe von links nach rechts
1. Limone
2. Papaya
3. Mango
Zweite Reihe von links nach rechts
1. Banane
2. Guava
3. Jackfruit
Dritte Reihe von links nach rechts
1. Kokosnuss
2. Cashew-Frucht (Wir kennen nur die die Nüsse aus der Tüte :) )
Die meisten Sachen musste ich aber auch erstmal erfragen, als ich ankam ;-)

So, und jetzt zu Ostern: Wie gesagt gab es keine Ostereier, dafür aber mal wieder eine große Packung Santhal-Kultur, Tänze, Gesänge, Dorftraditionen, bahar parob, Wasserbombenschlacht und jede Menge glückliche und zufriedene Menschen...



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Fruuuchtalarm

Mittwoch, 20. April 2011 von stephan
Mir geht es weiterhin super hier in Indien, aber da ich mich wegen der Hitze und der eifrigen Ostervorbereitungen nicht auch noch für einen ganzen Bericht motivieren kann, gibt es einfach mal ein Bilderrätsel:

Wer kann erahnen, was in unserem Garten wächst und mehr oder weniger reif ist? Einige total einfache Sachen sind dabei - aber auch Befremdliches... Einfach kommentieren!!! :)

P.S. Auflösung nach Ostern und ach ja: der Palmsonntag mit richtigen Palmenblättern war auch nicht schlecht!

P.P.S. Hatte in den letzten Tagen einenrichtig guten Kochkurs mit unserer Köchin. Alu Cop und Pokuri/Piaji kann ich nun machen. Fotos und Rezept gibt es auch nach Ostern. Der letzte Kochtag war es auch noch nicht. Es stehen noch Googni, Singara, Samosa,Mangopickel, Dal und verschiedene Gemüse auf dem Plan. Seeehr gut :-)

Liebe Grüße aus Mirga

Stephan Dada Murmu


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