Du bist spitze, du bist genial,
so jemanden wie dich gibt´s nur einmal.
So wie du bist, bist du wunderbar gemacht.
Da hat sich Gott was Gutes ausgedacht.
Mit den
Perlen für Gott geben wir in der Kindertagesstätte in verschiedenen Situationen Anregungen für Gespräche mit Gott. Dieser Zugang ist für die Gebetserziehung von christlichen und muslimischen Kindern geeignet. Die Ich-Perle ist einzigartig und schön.
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Im Rahmen einer Einweihung einer neuen Kindertagesstätte habe ich in der letzten Woche das Lied "Ein jeder kann kommen" gehört. Noch immer klingt in mir der mitreißende Refrain nach:
Alle Großen alle Kleinen,
auch die, die ab und zu mal weinen,
alle Starken, alle Schwachen,
auch die alles dreckig machen,
alle Dummen, alle Schlauen,
auch die ab und zu mal hauen,
alle Doofen alle Netten,
auch die Dünnen und die Fetten:
wer mitmachen will hat bei uns Platz!
...
Etwas polarisierend, diese Auflistung - trotzdem hat mir dieses Lied gefallen. Es sind nicht nur die willkommen, die lachen und fröhlich sind, sondern alle, die dazu kommen möchten. Das sind die vielen unterschiedlichen Menschen. Und dann hat noch jeder einzelne verschiedene Seiten in sich, dazu gehören auch Ecken und Kanten. Kinder können diese sehr gut ausdrücken und uns Erwachsenen mit aller Intensität zeigen. Ich werde dann immer selbst mit meiner eigenen Person konfrontiert. Auch in mir ist nicht immer alles rund: Wut, Schwächen und sogar Gemeinheiten und Hinterhältigkeiten gehören zu mir. Ich kann diese Eigenschaften besser annehmen, wenn ich mir und den Kindern bewusst werden lasse, dass jeder Mensch von Gott angenommen und geliebt wird - in seiner ganzen Person.
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Kürzlich habe ich eine Broschüre des Bistums Essen mit geistlichen Impulsen der Kulturhauptstadt 2010 erhalten. "Wo du stehst, ist heiliger Boden" (Exodus 3,5). An fünf Standorten treffen geistliche Impulse und die Erdverbundenheit und Bodenständigkeit biblischer Erzählungen auf das alltägliche Leben. Eine Einladung, den Boden, auf dem man steht, als heiligen Boden wahrzunehmen. Verschiedene Textstellen aus dem Evangelium werden in Bezug zu konkreten Alltagssituationen gesetzt und mit Schritten, die eigene Aufmerksamkeit zu üben ergänzt.
Vielleicht ganz neue Erfahrungen für Erwachsene den Boden, die Erde, Standfestigkeit, Schritte und Grenzen so konkret wahrzunehmen und zu spüren. Kinder sind der Erde viel verbundener. Durch ihre Körpergröße sind sie dem Boden sehr nahe. Sie sitzen, liegen oder bewegen sich auf dem Boden undgeachtet ob er sauber und trocken oder staubig, nass oder dreckig ist. So haben sie die Möglichkeit viele sinnliche Erfahrungen zu machen und die verschiedenen Untergründe und sich selbst in Verbindung damit zu spüren:
- Sand kann durch die Hände rieseln, er knirscht zwischen den Zähnen
- mit Flüssigkeiten wird Erde zu Brei
- Spucke versickert nur langsam im Boden
- wenn man länger im Sand liegt, wird er warm
- man kann spüren, wie die Erde bebt, wenn jemand auf entsprechenden Untergründen springt
- Erde kann sehr unterschiedlich riechen, es gibt sie in verschiedenen Farbtönen
Fasst an jedem Ort kann man Anregungen bekommen, "heiligen Boden" zu spüren, in dem man seine Erfahrungen mit Gottes Schöpfung oder dem Handeln Jesu in Beziehung setzt. Diese Beobac ...
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Viele Eltern haben ein großes Interesse daran, zu erfahren, was ihr Kind in der Kindertagesstätte erlebt hat. Aber wenn sie in der Abholzeit nachfragen, erhalten sie von den Kindern oft nur eine kurze Antwort: "Ich habe gespielt" oder "Weiß ich nicht mehr". Sicherlich hat das etwas mit dem Zeitverständnis der Kleinen und auch mit ihrem Reflexionsvermögen zu tun.
Viel interessanter finde ich jedoch die Beobachtung, dass den Kindern häufig gar nicht mehr wichtig ist, was vor einigen Stunden geschehen ist. Sie leben im Hier und Jetzt. Ein Verweilen in der Vergangenheit oder der Blick in die Zukunft tritt noch nicht so in den Vordergrund. Ganz versunken können sie sich einer Tätigkeit zuwenden. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das, was sie in dem Moment gerade erleben.
Ich bewundere diese Fähigkeit, da ich darin ganz viel Achtsamkeit entdecken kann. Viele Erwachsene leiden heute unter Stress. Achtsamkeit einzuüben kann helfen, aufmerksamer wahrzunehmen, in Beziehungen präsenter zu sein, mehr Freude am Leben zu genießen und Frieden zu entdecken. Nicht zuletzt kann dadurch auch eine Leistungssteigerung erzielt werden. Ein guter Hinweis findet sich auch bei
Markus 13,34- 37: Ein Mann, der sein Haus verließ, befahl seinem Türöffner wachsam zu sein.
Es lohnt sich, im Alltag immer mal wieder zu üben, wachsam achtsam mit seinen Tätigkeiten und den Menschen umzugehen und sich auf den Moment zu konzentrieren. Ich kann mir dabei jeden Tag ganz viel von den Kindern abgucken. ...
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