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Kennen Sie ein Mural?

Donnerstag, 05. Juli 2012 von jodi
Nein, das ist weder eine südamerikanische Süßspeise, noch ein mexikanischer Choral.

Aber trösten Sie sich, ich kannte es bis zum letzten Sommer auch nicht.

Im Juni letzten Jahres kam die Theologin und Künstlerin Dr. Anne Stickel und ihr kolumbianischer Mann Warner Benetiz nach Borkum um mit denjenigen, die an der Straße an ihr vorübergingen, ein Bild auf eine riesengroße Leinwand zu malen. Über das, was die Menschen innerlich antreibt, bewegt, belegt. So entsteht ein Mural, ein fröhliches und buntes Bild, eine Momentaufnahme des gelingenden Lebens auf  Borkum, auf dem es viel zu entdecken gibt.


Beeindruckt stellt ich im Vorübergehen fest, dass unsere drei Kirchen im Mittelpunkt stehen. Lutherische, Reformierte und Katholische Kirche Seite an Seite, keine größer, keine kleiner als die andere. Ja, das ist unser Leben hier. Gelebte Ökumene, selbstverständlich. Wir haben ein gemeinsames Verkündigungsblatt, das Karkenblattje, wöchentliche gemeinsame Andachten im Sommer, gemeinsame Adventsfeste und feiern natürlich auch Pfingsten gemeinsam. Unser Gospelchor ist so was von ökumenisch: Der Kirchenvorstand der lutherischen Kirche singt ebenso mit wie der Pastor der Reformierten Gemeinde und dem Vorstand des Pfarrgemeinderats der Katholischen Kirche.

In dieser Selbstverständlichkeit überrascht es uns, dass andere überrascht sind, da ...  » Artikel weiterlesen
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Ohne Worte

Freitag, 29. Juni 2012 von jodi
Manchmal sind es auch nur Zeichen, die einem zeigen: wer glaubt, ist nie allein.



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Ich glaub an Dich

Freitag, 22. Juni 2012 von jodi
„WANN müssen wir aufstehen?“ „Ähm, nun ja, äh, also da unser Bus um 4 Uhr 35 abfährt, werden wir also um 3 Uhr und ein paar kaputte aufstehen müssen“ Die letzten Worte aus meinen Mund waren eher ein Flüstern. Wer sagt schon gerne einer Truppe Teenis eine so unchristliche Uhrzeit an. Aber sie nahmen es mit Humor. Ließ sich ja eh nicht ändern.

So machten sich alle unsere Ministranten zum Wallfahrten auf. Aber nicht mal eben so, sondern wieder mit logistischen und physischen Höchstleistungen. Am Samstag, 17. Juni, sollte die 2. Nordwestdeutsche Ministrantenwallfahrt stattfinden und wir wollten unbedingt dabei sein. Nur mussten wir uns schon am Freitagabend auf den Weg nach Aurich machen, wo in der Frühe der Bus Richtung Kevelaer starten sollte. Nach Abendbrot und Bettbeziehen war es schon kurz vor Mitternacht. Okay, 3 Stunden Schlaf müssen für Betreuer ausreichen. Überhaupt wird Schlaf viel zu hoch bewertet für Menschen ab 35. Um drei Uhr wachte ich mit überraschend guter Laune auf, meine Minis wollten mich am liebsten erschlagen, als ich laut singend über die Gänge tanzte, um alle zu wecken.



Egal, hauptsache wir haben den Bus erreicht. Der fuhr uns sicher nach Winnekendonk, einem kleinen Ort im Nirgendwo, in dem sich sämtliche teilnehmenden Ministranten des Bistums Osnabrück trafen ...  » Artikel weiterlesen
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Immer alles auf einmal

Dienstag, 19. Juni 2012 von jodi
Ach Gott, jetzt war ich doch wirklich in den letzten Wochen ganz schön im Stress und das, bevor die Saison richtig losgeht! Kennen Sie das Gefühl wenn alles auf einen Tag fällt? Bei uns waren es Pfingsten, Maibaum, Fronleichnam am 2. Juni, Firmung und Ministranten-Wallfahrt nach Kevelaer. Das alles in der Reihenfolge und in den letzten vier Wochen. Falls Sie jetzt stirnrunzelnd zum Kalender greifen und dann anfangen zu glauben, dass die Teerling nun völlig durcheinander läuft, seien sie beruhigt: mir geht es eigentlich ziemlich dufte, nur ist auf Borkum alles anders.



Ja, wir stellen unseren Maibaum in der Tat immer erst Pfingsten auf, da Anfang Mai bei uns in der Regel noch nichts so blüht und grünt, als dass man unseren Maibaum damit versehen könnte. Das liegt auch dran, dass unser Maibaum eher aussieht wie ein großes Segel, denn, wer hätte es gedacht, wir sind ja maritim angehaucht.

Fronleichnam ist bei uns auch etwas anders. Als finstere Diaspora bekommt bei uns natürlich keiner arbeitsfrei am Fronleichnams-Donnerstag. Und eine Prozession in der Dämmerung, wenn wir am Fronleichnamstag unser Hochamt feiern, hätte bestimmt eher etwas von einer Nachtwanderung, als von einer Glaubensdemonstration. Nein, so machen wir es wie viele andere auch und feiern am darauf folgenden Sonnta ...  » Artikel weiterlesen
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Und plötzlich war Saison

Donnerstag, 24. Mai 2012 von jodi
Es war Ende März, ich weiß es noch genau. Es war genau die Zeit, in der man auf den Weg zu Arbeit merkt „Oh ich brauche kein Licht am Fahrrad mehr!“ Es begann die Zeit, in der man Morgens zuerst vom Vögelgezwitscher und dann vom Wecker aus den Schlaf gerissen wird. Und es begann auch die Zeit, in der ich mit den Füßen zu scharren begann, weil mir so langsam die Ruhe auf unserer Insel langweilig wurde.

Und dann tauchten sie aus dem Nichts auf.

Touristen und Badegäste. Also nicht das Sie jetzt denken: „Was haben die für merkwürdige Gäste, die sich aus dem Nichts materialisieren - machen puff und sind da..." Nein, so nicht. Das Nichts war in diesen Fall unsere Inselbahn.

Wir saßen eines Tages in unserem Lieblings-Eiscafe am Bahnhof (es hatte endlich wieder offen) und schlürften unsere coffeinhaltigen Heißgetränke, als plötzlich der Zug einfuhr und er MENSCHENMASSEN brachte. Als kurz darauf ein Zweiter kam, war uns klar: „Jetzt geht’s los!“ Fahrradfahren in der Fußgängerzone? Vorbei (es sei denn man steht darauf, von Regenschirmen verdroschen zu werden). Mal eben schnell zu Bäcker? Vorbei. ENDLICH!

In unserer Kirche füllten sich die Bänke und ich merkte wieder, dass ein Hosianna hosiannenhafter klingt wenn es 300 statt 30 singen. Und sprach ich letztens davon, dass unsere kleine Kirchengemeinde im Winter richtig familär ist, so muss ich sagen: So ist es auch, wenn unsere Stammgäste kommen - es gleicht immer einen großen Familientreffen, wenn zum Beispiel unsere kleinen Gast-Messdiener von einst nun ihre Kinder mitbringen.

Wenn wir Wiedersehens-Feste feiern und neue Gesichter in unserer Kirc ...  » Artikel weiterlesen
Bei aller Euphorie - es gab da noch das andere Kirchentagsgefühl: es wird sich nie etwas ändern.

Frustrierend war für mich das Podium „Auftreten statt austreten". Ich hatte die „Radio-Version“ des Podiums – über Lautsprecher im Foyer, da die Veranstaltung überfüllt war.

Eine Frau (ich glaube, Frau Kiklas von "Wir sind Kirche") sagte auf dem Podium (sinngemäß): „Katholische Kirche, das ist wie eine Familie: man mag nicht jeden und findet sie manchmal unmöglich - trotzdem gehört man eben zu dieser Familie.“

Oh ja.

Und „Manchmal verlässt einen der Atem und man droht, die Hoffnung zu verlieren - die Hoffnung auf Veränderung, auf Bewegung in unserer Kirche.“

Oh ja.

Und da war auch Kardinal Woelki, der einem u.a. vorwirft, dass man noch nicht alle Mauern zu Jesus eingerissen hat, wenn man einen Aufbruch will.

Oh NEIN!

Dem möchte ich zurufen (und konnte es nicht wegen den Mauern zwischen uns): Ja, wir sind eine dienende Kirche. Ja, wir sind dazu da, Jesu Christus und untereinander zu dienen und keinem Bischof, Kardinal oder Papst. Wem dienen denn die Bischöfe? Dienst an Jesus Christus und den Menschen. Bitte denken sie darüber nach, Herr Kardinal! (Habe ich schon mal erwähnt, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes, Gott froh bin, das bibo, pardon, Herr Bischof Bode unser Bischof ist?!)

Aber Kirchentagsgefühl ist kurz danach auch wieder Hoffnung, wenn man sieht, wie viele genauso fühlen - Christen ohne Saulus-Erlebnisse, sondern mit normalen Glaubens-Viten (Erstkommunion, Messdiener, Firmung…). Die ble ...  » Artikel weiterlesen
jodi

Kirchentagsgefühle zum zweiten

Montag, 21. Mai 2012 von jodi
Erinnerung an Freitag. Am Vorabend abgefeiert und heute heiser. Lobpreis, der auf die Stimme geht. Dafür sind wir inzwischen besser organisiert: eine Stunde vorher da sein und man kommt in die Veranstaltungen rein. Horizont erweitert. Die Teens haben sich Themen angehört, über die sie sich noch keine Gedanken gemacht hatten. Und man sieht es hinter ihrer Stirn rattern. Kirchentagsgefühl ist bei mir auch: über neue Horizonte staunen.

Und noch ein Kirchentagsgefühl: Wiedersehens- und Kennenlernfreude. Menschen, die man ewig nicht gesehen hat, mit denen man sich nun in den Armen liegt (zum Beispiel mit meiner Cousine nach 16 (!) Jahren). Und neue Gesichter, die einem ans Herz wachsen durch ergreifende Gespräche oder einfaches zusammen tanzen.

Kirchentagsgefühl ist auch das Gefühl eines Familientreffens. Potenzial nach oben? Oh, das wird schwer. Meine Stimmung ist schon oben. ...  » Artikel weiterlesen
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