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Ich war vor einigen Tagen in Düsseldorf und habe die Ausstellung „The Problem of God“ besucht. Die nordrhein-westfälische Landesgalerie und die Deutsche Bischofskonferenz haben diese Präsentation zusammen mit 40 international anerkannten Künstlerinnen und Künstlern organisiert. Anlass ist „50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil“.

Die Ausstellung gibt Einblick in christlich-religiöse Spuren in unserer Gesellschaft. Zum Beispiel: Eine große Kirchenglocke weist den Weg in die Ausstellung. Sie schwingt jede Stunde eindrucksvoll durch den Raum, läutet aber nicht, denn der belgische Künstler Kris Martin hat den Klöppel entfernt. Ist das die Realität von Glaube, Kirche und christlicher Botschaft in unserer Gesellschaft? Allenfalls nett anzusehen, aber lautlos, wirkungslos, harmlos? Ist das eine negative Übertreibung oder eine zutreffende Situationsbeschreibung?

Für mich ist es da ein Zeichen der Hoffnung, wenn Gott zum Problem wird. Wenn er Fragen und Zweifel provoziert. Mit seinen Fragen und Zweifeln hat der Apostel Thomas zur Seligkeit gefunden (vgl. Joh 20,28).

Über eine Aussage von Karl Rahner habe ich mich im neuen Gotteslob besonders gefreut: „Glauben heißt, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten.“ (GL S. 449)

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Dieser Beitrag wurde am Freitag, 08. Januar 2016 um 11:49 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Zukunftsgespräch 2015/16 abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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