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johannes wübbe

Die Sternsinger und das „Auge Gottes“

Montag, 04. Januar 2016 von johannes wübbe
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Das "Ojo de Dios" ("Auge Gottes") von Sternsingern aus unserem Bistum (Foto: Wübbe)

Das „Ojo de Dios“ („Auge Gottes“) von Sternsingern aus unserem Bistum (Foto: Wübbe)

Es gibt verschiedene Situationen für uns Menschen, die mit besonderen Gesten und Ritualen verbunden sind. Dazu zählt auch ein Jahreswechsel oder die Geburt eines Kindes. In Südamerika gibt es dazu ein altes Ritual: Väter basteln bei der Geburt eines Kindes ein „Ojo de Dios“. Das „Ojo de Dios“, das „Auge Gottes“, stammt ursprünglich von den Huicholes in Mexiko und den Aymaras in Bolivien. Es ist schnell hergestellt: Zwei Stäbchen werden in Kreuzform übereinander gelegt und durch einen farbigen Faden zusammengebunden. Dann wird für jedes neue Lebensjahr ein weiterer farbiger Faden hinzugefügt. In der Regel hängt es dann über dem Bett eines Kindes und soll es beschützen.

Bei der diesjährigen diözesanen Sternsingereröffnung in Spelle haben die Sternsinger ein solches `Gottesauge´ gebastelt. Sie verschenken das nun nicht direkt, wenn sie in diesen Tagen zu den Menschen in ihre Wohnungen und Häuser gehen. Aber sie bringen doch den Segen, die Nähe Gottes für das neue Jahr – auch sichtbar, denn sie schreiben an die Haus- und Wohnungstüren: 20*C+M+B+16. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Zugleich ist er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus“. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Viele Menschen warten Jahr für Jahr auf die Sternsinger oder besser auf den Segen Gottes, den sie bringen, denn das tut gut für das neue Jahr, das lässt auf eigene Weise zu Atem kommen.

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Dieser Beitrag wurde am Montag, 04. Januar 2016 um 13:08 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Zukunftsgespräch 2015/16 abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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