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bruno

Ehre deinen Vater und deine Mutter (Ex 20,12)

Dienstag, 03. Juli 2012 von bruno
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Jetzt ist es wieder amtlich, dass die Zahl der Geburten in Deutschland weiter sinkt. Zu lesen z.B. hier:

http://www.stern.de/politik/deutschland/bevoelkerungsstatistik-geburtenraten-auf-tiefpunkt-angelangt-1849914.html

Und gleich wird auch das Erziehungsgeld wieder in Frage gestellt. Ausgerechnet aus den Reihen der CDU, die doch eigentlich Familien besonders fördern müsste. Zu lesen z.B. hier:

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/cdu-abgeordneter-stellt-elterngeld-infrage-1.2895696

Ich meine, dass es nicht besonders verwunderlich ist, dass man eine steigende Geburtenzahl nicht „kaufen“ kann. Das ist aus meiner Sicht auch gar nicht der entscheidende Punkt beim Elterngeld. Ich halte es eher für einen Beitrag zur ausgleichenden Gerechtigkeit. Wer sich für Kinder entscheidet, hat schlicht sinkende Einnahmen (durch Verdienstausfall), steigende Kosten (durch eine weitere Person im Haushalt) und eine enorme zusätzliche Zeitbelastung (durch Erziehung und Versorgung). Damit sinkt der Lebensstandard aller, die sich, gesellschaftlich und wirtschaftlich höchst relevant, auf das Abenteuer Familie einlassen. Ich finde, da darf man ruhig gesellschaftlich einen finanziellen Lastenausgleich vornehmen, selbst wenn dadurch nicht die Geburtenzahlen steigen.

Entscheidender wird wahrscheinlich für die Geburtenzahl aber die Frage sein, welche soziale Anerkennung Väter und Mütter für ihre Familienleistung erhalten. Das Image der Vater- und Mutterrolle ist doch ziemlich bescheiden.

Wenn ich auf einer Party gefragt werde, was ich denn „so mache“, antworte ich immer mit meiner beruflichen Tätigkeit. Ich ertappe mich dabei, wie meine berufliche Identität und Stellung die entscheidende Aussage über meine soziale Rolle ist.

Vielleicht sollte ich eher antworten: Ich mache morgens um halb sieben das Frühstück für die Familie. Ich fahre meine Söhne sonntags zu den Fußballturnieren. Ich lese meinem Jüngsten abends vor. Danach falte ich die Wäsche für fünf Personen. Ich kontrolliere die Hausaufgaben und versuche den Lernstoff der Schule zu erklären. Ich diskutiere mit meinem Ältesten, wie viel Schlaf Heranwachsende brauchen. Ich ermahne meine Kinder, ihre Musikinstrumente auch zu benutzen. Ich helfe meiner Tochter beim Ausarbeiten von Referaten. Und danach versuchen meine Frau und ich, auch noch als Paar vorzukommen.

Das Gebot, Vater und Mutter zu ehren, ist zunächst an die Kinder gerichtet. Es wird Zeit, es zu verallgemeinern!

Ehret die Väter und Mütter in dieser Gesellschaft! Sie sind die eigentlichen Leistungsträger! Vor allem, wenn sie Familie und Beruf zu vereinbaren versuchen.

1 Kommentar »

  1. Hi Bruno! Guter Blog. Kann ich so unterschreiben!
    Hab mal ein passendes Zitat zu dem Thema gefunden, was mir im Gedächtnis geblieben ist. Ist von dem amerikanischen Schriftsteller und Journalisten Edward Bellamy: “Nach unserer Ansicht macht sich niemand so um die Welt verdient wie gute Eltern.”

    Comment: Markus – 04. Juli 2012 @ 20:47

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Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 03. Juli 2012 um 09:51 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Krenzels Kanzel abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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