Manchmal sind es auch nur Zeichen, die einem zeigen: wer glaubt, ist nie allein.
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Der Johannistag ist der Gedenktag der Geburt Johannis des Täufers. Er steht zudem in enger Verbindung zur am 21. Juni stattfindenden Sommersonnenwende. Das keltische Sonnenwendfest ist der Tag des Sieges der Sonne und des Lichts über Dunkelheit und Tod. Die Tage nehmen ab, bis wir an Weihnachten die Geburt Jesu feiern. Johannis der Täufer kündigt als Prophet sein Kommen an:
"Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen." (Joh 3,30)
Hier geht es zum einem um den Kreislauf des Wachsens und des Vergehens und zum anderen um den Blick auf das eigene Verhältnis zu Gott und zu anderen Menschen.
Johannes muss eine große Persönlichkeit gewesen sein, da er radikal sagte, was er dachte. Er benannte Mißstände - ganz egal ob es die kleinen Leute betraf oder gar den König Herodes. Er hat die Gesellschaft wachgerüttelt und bewegt, über die eigene Lebensweise nachzudenken.
Jedes Kind und jeder Erwachsene strebt ständig nach Wachstum und Weiterentwicklung. Dieses hat für meine Arbeit mit Menschen eine Bedeutung, die Kraft und Zukunftsglaube vermittelt. Daher hat mich die Aussage: "Du wirst wachsen, ich werde kleiner werden" sehr zum Nachdenken gebracht. Doch es geht hier wohl kaum um die Abwertung von Ich- Stärke oder gesundem Selbstbewusstsein. Johannes hat sich um Gottes Willen klein gemacht und fordert mich auf zu fragen: "Wie wird Jesus groß für mich?" Damit die Bedeutung von Jesus wachsen kann, muss die eigene Bedeutung abnehmen. Ich muss/möchte abnehmen, um eine geistige Freiheit zu gewinnen. Frei sein von den Dingen ...
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„WANN müssen wir aufstehen?“ „Ähm, nun ja, äh, also da unser Bus um 4 Uhr 35 abfährt, werden wir also um 3 Uhr und ein paar kaputte aufstehen müssen“ Die letzten Worte aus meinen Mund waren eher ein Flüstern. Wer sagt schon gerne einer Truppe Teenis eine so unchristliche Uhrzeit an. Aber sie nahmen es mit Humor. Ließ sich ja eh nicht ändern.
So machten sich alle unsere Ministranten zum Wallfahrten auf. Aber nicht mal eben so, sondern wieder mit logistischen und physischen Höchstleistungen. Am Samstag, 17. Juni, sollte die
2. Nordwestdeutsche Ministrantenwallfahrt stattfinden und wir wollten unbedingt dabei sein. Nur mussten wir uns schon am Freitagabend auf den Weg nach Aurich machen, wo in der Frühe der Bus Richtung Kevelaer starten sollte. Nach Abendbrot und Bettbeziehen war es schon kurz vor Mitternacht. Okay, 3 Stunden Schlaf müssen für Betreuer ausreichen. Überhaupt wird Schlaf viel zu hoch bewertet für Menschen ab 35. Um drei Uhr wachte ich mit überraschend guter Laune auf, meine Minis wollten mich am liebsten erschlagen, als ich laut singend über die Gänge tanzte, um alle zu wecken.
Egal, hauptsache wir haben den Bus erreicht. Der fuhr uns sicher nach Winnekendonk, einem kleinen Ort im Nirgendwo, in dem sich sämtliche teilnehmenden Ministranten des Bistums Osnabrück trafen ...
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Ach Gott, jetzt war ich doch wirklich in den letzten Wochen ganz schön im Stress und das, bevor die Saison richtig losgeht! Kennen Sie das Gefühl wenn alles auf einen Tag fällt? Bei uns waren es Pfingsten, Maibaum, Fronleichnam am 2. Juni, Firmung und Ministranten-Wallfahrt nach Kevelaer. Das alles in der Reihenfolge und in den letzten vier Wochen. Falls Sie jetzt stirnrunzelnd zum Kalender greifen und dann anfangen zu glauben, dass die Teerling nun völlig durcheinander läuft, seien sie beruhigt: mir geht es eigentlich ziemlich dufte, nur ist auf Borkum alles anders.
Ja, wir stellen unseren Maibaum in der Tat immer erst Pfingsten auf, da Anfang Mai bei uns in der Regel noch nichts so blüht und grünt, als dass man unseren Maibaum damit versehen könnte. Das liegt auch dran, dass unser Maibaum eher aussieht wie ein großes Segel, denn, wer hätte es gedacht, wir sind ja maritim angehaucht.
Fronleichnam ist bei uns auch etwas anders. Als finstere Diaspora bekommt bei uns natürlich keiner arbeitsfrei am Fronleichnams-Donnerstag. Und eine Prozession in der Dämmerung, wenn wir am Fronleichnamstag unser Hochamt feiern, hätte bestimmt eher etwas von einer Nachtwanderung, als von einer Glaubensdemonstration. Nein, so machen wir es wie viele andere auch und feiern am darauf folgenden Sonnta ...
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