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Kurz-Urlaub

Montag, 01. August 2011 von jodi
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Es ist soweit. Die letzte Ferienwoche auf Borkum hat begonnen. Am dritten August fängt hier die Schule wieder an. Ich erwähnte ja schon: auf Borkum ist alles anders. Auch die Ferienregelung. Leben da, wo andere Urlaub machen, bedeutet auch, dann zu arbeiten, wenn andere Ferien haben.

Und Arbeit gibt es nicht zu knapp. Der Sommer ist die Zeit, wo wir am wenigsten Zeit haben. Zwischen allen Haupt- und Nebenjobs des Sommers (jetzt müssen wir das Geld verdienen, von dem wir im Winter leben) müssen Familie, Freunde und Vereine jongliert werden.

Da komme ich schon mal ziemlich ins Rennen. Vormittags in die Schule, nachmittags Ferienwohnungen putzen, die Jugendgruppe vorbereiten, dazwischen im Café der Freundin aushelfen, der die Thekenkraft ausgefallen ist (wegen zu hoher Arbeitsbelastung…) – gerne, bringt ein paar Euro mehr in die Kasse.

Später am Abend endlich mit meiner Tochter am Strand sitzen und den Tag abhaken. So geht das im Sommer sechs 1/2 Tage die Woche. Da freue ich mich auf den Sonntag. Ich meine einen richtigen SONNTAG. Einen an dem ich um zehn Uhr im Gottesdienst stehe und singe was das Zeug hält, bzw. das Trommelfell des Nachbarn. Diese Auszeit im ganzen Trubel tut gut. Und es öffnet mir die Augen. Erst wenn ich bremse, kann ich die Umgebung wieder wahrnehmen. Das Paradies, in dem ich lebe. Mein Sonntags-Gottesdienst ist mein Urlaub im Sommer. Jeden Sonntag. Wellness für die Seele pur, ohne Wartezeit und mit garantiertem Sofort-Effekt.

2 Kommentare »

  1. Was machen Berufstätige während der Saison eigentlich mit ihren Kindern, gerade wenn Ferien sind? Gibts eine durchgängige Betreuung und Angebote für Inselkinder? Oder nehmen die “Großen” an den gleichen Veranstaltungen teil wie die Kinder der Gäste? Danke, dass Sie uns hier teilnehmen lassen an der Gastgeber-Rolle. Die bleibt ja sonst mehr im Verborgenen.

    Comment: Ameleo – 01. August 2011 @ 14:37

  2. Moin Ameleo,
    ich habe den großen Vorteil, dass ich hier eine relativ große Verwandschaft vor Ort habe und eine Kirchengemeinde, die sich untereinander hilft. So organisieren wir die Ferien selber. Für die “Kleinen”, in diesem Fall: Grundschulalter, gibt es in den Sommerferien eine Ferienpass-Aktion von der Kommune, die ausschließlich für Insel-Kinder ist. Allerdings dürfen Insulaner auch selten an den Ferien-Aktionen für Gäste teilnehmen, bzw. wird es von den Veranstaltern nicht gerne gesehen.
    Ältere Kinder und Jugendliche bleiben leider allzuoft sich selbst überlassen. Langweile ist aber selten, da der Strand, Meer und ein Erlebnisbad direkt vor der Haustür sind. Wir Erziehungsberechtigte müssen den Kids vertrauen, dass sie nicht allzu großen Blödsinn bauen. Aber auch hier hat Borkum einen großen Vorteil und einen großen Nachteil. Der Nachteil ist die große soziale Kontrolle (als Jugendliche fand ich es total doof, dass meine Eltern jeden Mist, den ich gebaut habe, erfuhren noch BEVOR ich ihn getan hatte…) und der Vorteil ist die große soziale Kontrolle (als Mutter finde ich es sehr beruhigend, dass meine “Spione” (bzw. “besorgte” Mitbürger) mich über die Taten meiner Tochter auf den Laufenden halten und das ich auch ohne ein gechiptes Kind weiß, wo sie sich aufhält.

    Liebe Ameleo, ich hoffe ich habe Ihre Frage ausreichend beantwortet und verbleibe in diesem 48-Stunden-Sommer mit sonnigen Grüßen :-)

    Comment: Jodi – 02. August 2011 @ 22:56

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Dieser Beitrag wurde am Montag, 01. August 2011 um 08:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Inselleben abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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