Der Blog des Bistums Osnabrück

Da hat sich Gott was Gutes ausgedacht…

Mittwoch, 29. Juni 2011 von bea

Du bist spitze, du bist genial,

so jemanden wie dich gibt´s nur einmal.

So wie du bist, bist du wunderbar gemacht.

Da hat sich Gott was Gutes ausgedacht.

Mit den Perlen für Gott geben wir in der Kindertagesstätte in verschiedenen Situationen Anregungen für Gespräche mit Gott. Dieser Zugang ist für die Gebetserziehung von christlichen und muslimischen Kindern geeignet. Die Ich-Perle ist einzigartig und schön.

Jeder Mensch ist geliebt, angenommen und von Gott gewollt. Die Ich-Perle soll die Kinder daran erinnern, dass auch sie einzigartig und etwas ganz besonderes sind. Der oben genannte Text und weitere Rituale beschreiben das unbedigte Angenommensein durch Gott.

Mit dieser Gewissheit können die Kinder sich selbst gut annehmen und zu ihren verschiedenen Seiten stehen. Diese Gewissheit ist auch das Fundament, um vertrauensvolle Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen.

Weitere Perlen sind die Wir-Perle, die Fest-Perle, die Perle der Dankbarkeit, die Gefühlsperle, die Geheimnis-Perle, die Perle der Nacht und die Perle des Schweigens. In einer Broschüre sind die “Perlen für Gott” beschrieben, die im Rahmen eines interreligiösen Projektes entwickelt wurden. Wer neugierig geworden ist, kann sich diese Broschüre über die Kindertagesstätte Heilig Kreuz in Osnabrück bestellen oder hier herunterladen!

Perlen für Gott

Montag, 13. Juni 2011 von bea

In meinem letzten Blockeintrag habe ich über Beten mit Kindern berichtet. Mit den “Perlen für Gott” möchten wir in unserer Kindertagesstätte christlichen und muslimischen Kindern einen neuen Gebetsweg anbieten. In ihren Gebeten sollen sie in ihrem jeweiligen Glauben zu Gott finden, seine Nähe spüren und durch ihn “geliebt werden” erfahren. Mit den Perlen besteht die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam in die religionspädagogische Arbeit einfließen zu lassen. Es gibt neun Perlen, die den Kindern in verschiedenen Situationen Anregungen für Gespräche mit Gott geben. Zu jeder Perle gibt es Texte, Lieder und Rituale, in denen sich christliche und muslimische Kinder wieder finden können. Es gibt die Perlen als Armband und auch Perlen in groß aus Beton – sie liegen zum Anschauen in den Beeten auf dem Spielplatz der Kindertagesstätte verteilt. Die größte Perle ist die Perle der Gottesfreundschaft.

Mit der Perle der Gottesfreundschaft verbinden wir die Liebe und die Schönheit Gottes. Gott ist für uns ein guter Freund, der so kostbar ist wie ein Schatz, den man gut bewahren sollte. Die Kinder werden angeregt, sich darüber auszutauschen, welchen Namen sie für Gott kennen, und was sie über Gott wissen. Spüren die Kinder die Perle in der Hand kann sie daran erinnern, dass jeder einzelne von Gott gewollt und geliebt ist, und dass Gott jeden von uns begleitet, Tag und Nacht.

Wann betest du zu Gott? Was bedeutet Gott für dich? Wann bist du Gott nah – wann ist Gott dir nah? Kannst Du mit diesen Gedanken, die Kinder ansprechen sollen, auch etwas anfangen? Was glaubst du, wie sieht das Gottesbild eines Moslems/ einer Muslima aus? Hast du dich darüber schon einmal ausgetauscht?

Demnächst geht es weiter mit der Ich- Perle.

Der katholische Glaube macht verträglicher

Montag, 06. Juni 2011 von bruno

Ein wenig stolz bin ich ja schon auf „unsere Jugendlichen“ im Emsland, denen Prof. Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen jetzt attestierte, dass sie besonders friedfertig seien. Er führt das u.a. auf die katholische Prägung zurück. Sogar überregionalen Medien war dies eine Meldung wert. Regional kann man Näheres hier lesen: http://www.noz.de

Allerdings ist uns das in der Jugendpastoral nicht besonders neu. Wir wissen aus der alltäglichen Anschauung, dass es eine präventive Wirkung hat, sich in Jugendgruppen zu organisieren, Verantwortung füreinander zu übernehmen, Freizeit sinnvoll zu gestalten, gemeinsame Werte zu teilen. Und die sogenannte Resilienzforschung weiß auch schon seit längerem, dass religiös organisierte und orientierte Menschen gegen negative Einflüsse widerstandsfähiger sind.
Resilienz ist, vereinfacht gesagt, die Fähigkeit, mit negativen Einflüssen (Armut, Katastrophen, Gewalterfahrungen, Stress, Überforderung…) produktiv umzugehen und Selbstkompetenz zu entwickeln.
Wer es genauer wissen will, kann hier einen Überblick bekommen.

Interessanterweise ist es aber nicht egal, welche religiöse Prägung vorliegt. Die untersuchten katholischen Gruppen kommen besonders gut weg. Das dürfte neben der Botschaft selbst daran liegen, dass die soziale Vernetzung in der katholischen Kirche besonders kultiviert ist.
Diesen Schatz sollten wir weiter hüten!

Die Seligen rücken näher

Freitag, 03. Juni 2011 von bibo

Am 25. Juni werden die drei Lübecker Geistlichen Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange seliggesprochen – in enger Verbundenheit mit dem evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink. Die drei Kapläne haben im Osnabrücker Priesterseminar studiert und empfingen in unserem Dom die Priesterweihe.

Die Seligen rücken näher, da viele Menschen sich in den letzten Wochen auf diese Gestalten des Glaubens eingelassen haben, um sie auch als Zukunftsgestalten zu entdecken und ihr eigenes Leben an ihnen zu orientieren. Ihre Verschiedenheit in ihren Gaben und Talenten, ihre jugendliche Hochherzigkeit, ihr Mut zum Zeugnis, ihre Liebe zu Wahrheit und Gerechtigkeit, ihre Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit beeindrucken tief. Das habe ich in Begegnungen mit Menschen aller Generationen und Herkunft erlebt – und nicht zuletzt im ökumenischen Miteinander.

Die Lübecker Märtyrer

Schon immer hat mich das „Neue Testament“ von Hermann Lange berührt, wenn ich es berühren konnte, dieses Büchlein, das er bis zuletzt bei sich hatte, um aus dem Wort Gottes Kraft und Zuversicht zu schöpfen. Durch vielen Gebrauch und Alter fällt es fast auseinander.
Jetzt hatte ich zum ersten Mal sein Messgewand in Händen. Er bekam es bei der Weihe zum priesterlichen Dienst, um sich ganz von Christus bekleiden zu lassen, um seine Person mehr und mehr von Christus ergreifen zu lassen, um glaubwürdig in persona Christi handeln zu können. Kaplan Lange konnte bei der Weihe nicht ahnen, wie weit er den Weg Christi mitzugehen hatte: bis in die Hingabe seines Lebens im gemeinsamen Blutzeugnis mit seinen Mitbrüdern, katholisch und evangelisch. Das Gewand ist von Gebrauch gezeichnet. Das muss auch so bleiben, denn in diesem Gewand berühren wir ein Leben, das Christus Gesicht, Hand und Fuß in unserer Welt gegeben hat. Mit großer Ehrfurcht werde ich es tragen bei der Nachfeier der Seligsprechung in unserem Dom am 3. Juli.

Mögen diese Wochen um die Seligsprechung für unsere Bistümer Hamburg und Osnabrück eine Zeit besonderer Gnade sein – gerade jetzt, wo sich die Kirche in unseren Breiten neu für die Zukunft orientieren muss und will.  Ihr seligen Glaubenszeugen, gebt uns Kraft, selbst glaubwürdige Zeugen Christi zu sein! Bittet für uns!

Aus meinem Notizbuch…

Donnerstag, 02. Juni 2011 von stephan

…da ich momentan kein Internet bzw. kein Netbook habe, hier nur ganz kurz ein paar kleine Begebenheiten etwas aus meinem Notizbuch!

Freitag 20.05.11

Verrueckt. Die Nacht verbrachte ich mal wieder im Krankenhaus. Unser Hausmeister und Nachbar wurde in der Nacht (gegen 2Uhr) vom Blitz getroffen, waehrend er sich draussen erleichtern wollte. Nun konnte er seine komplette linke Koerperhaelfte nicht mehr spueren und bewegen. Nach erfolglosen Versuchen, bei verschiedenen Taxiunternehmen ein Taxi zu bekommen “Wetter zu schlecht” und und und, mussten wir ihn irgendwie ins Krankenhaus bringen. Mit einer Lastenrikshaw schoben wir ihn dann ueber die gut aufgeweichte “Strasse” in das ~ 20 Minuten entfernte Krankenhaus.
Sonst ist alles gut gegangen und wir schafften es gegen 5.30Uhr wieder im Ashram zu sein.
Am Abend ist mir dann noch mein Ladegeraet durchgebrannt und habe nun also keinen Strom mehr fuer mein Netbook. Komisch nur, dass mit meinem Ladekabel noch drei Gluebirnen und ein Handy-Aufladekabel durchgebrannt sind.
Nachtrag: Dem Hausmeister gehts blendent und die Hochzeit seiner Tochter am folgenden Sonntag war auch super!

Sonntag 22.05.11

Von einer Hochzeit zur naechsten! Am Morgen noch die christliche Hochzeit und am Abend die Hindu Hochzeit eines bengalischen Arbeiters.
DIE Hochzeit war mal eins ziemliches Ereignis! Als Gedankenstuetzte wuerdewohl die Irrfahrt zum Haus der neuen Frau und das Einschreiten der “Alten” waehrend der Zeromonie reichen.
Habe wirklich noch nie erlebt, dass der Braeutigam nicht weiss wo seine neue Frau wohnt. Naja sind wir eben eine Stunde durch die Gegend geirrt ehe wir von einem voranfahrenden Motorrad geleitet wurden.
Nunja, arrangierte Hochzeit… Er 29 und sie soll wohl bald 18 werden. Immerhin er hatte sie schon einmal mit dem Fahrrad besucht.
Die Zeromonie war Hindu-lang jedoch wie immer schoen anzusehen. Passiert immer genug! Am Besten war jedoch das Entertainment der alten Familienangehoerigen. Entweder der Priester war zu jung oder sie zu alt. Zumindest passte ihnen wohl ein Schritt nicht und es brach eine maechtige Diskussion aus. Herrlich! Kultur pur. Mit mehreren Hoehepunkten. Erst wollten die Alten gehen und wurde aufgehalten, dann hatte der Priester keine Lust mehr undwollte sein Geld bevor er weiter macht. Irgendwie haben sie sich dann doch wieder zusammengerissen und weitergemacht!

Sonntag 29.05.11

Komisches Gefuehl, wenn die Ablussfotos geschossen werden.  Sonst geht es hier ziemlich fruchtig zu. Kokusnuss, verschiedene Beeren, Palmenfrucht, Mango, Papaja, Litschi, Bhel, Cashewfrucht und Datteln. Alles in den letzten Tagen und frisch!! Das Beste? Die Fruchtsaison werde ich noch bis zum Ende meines Jahres hier haben!!!

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