Mir geht es weiterhin super hier in Indien, aber da ich mich wegen der Hitze und der eifrigen Ostervorbereitungen nicht auch noch für einen ganzen Bericht motivieren kann, gibt es einfach mal ein Bilderrätsel:
Wer kann erahnen, was in unserem Garten wächst und mehr oder weniger reif ist? Einige total einfache Sachen sind dabei - aber auch Befremdliches... Einfach kommentieren!!! :)
P.S. Auflösung nach Ostern und ach ja: der Palmsonntag mit richtigen Palmenblättern war auch nicht schlecht!
P.P.S. Hatte in den letzten Tagen einenrichtig guten Kochkurs mit unserer Köchin. Alu Cop und Pokuri/Piaji kann ich nun machen. Fotos und Rezept gibt es auch nach Ostern. Der letzte Kochtag war es auch noch nicht. Es stehen noch Googni, Singara, Samosa,Mangopickel, Dal und verschiedene Gemüse auf dem Plan. Seeehr gut :-)
Liebe Grüße aus Mirga
Stephan Dada Murmu
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Es ist leider schon einige Zeit her, dass ich mich gemeldet habe. Die Rückkehr von meiner Reise ins Heilige Land bescherte mir einen übervollen Schreibtisch und viele nicht weiter zu schiebende Termine. Meine Mitbringsel sind noch unverschenkt, meine Photos kaum gesichtet. Doch die Erinnerungen sind sehr gegenwärtig: an großartige, berührende Orte, wo die Luft des Evangeliums zu atmen ist, ja wo die Landschaft und die Stätten ein "fünftes Evangelium" sind – nicht geschrieben, nicht zu lesen oder zu hören, sondern zu schauen, zum Erwandern.
Auf der anderen Seite die schier unlösbaren Probleme eines Landes, das mehreren Religionen so heilig ist. Im Land der Bergpredigt fast täglich die Erfahrung des harten Gegenteils! Nein, eine Reise ins Heilige Land ist alles andere als erbaulich; sie lässt einen physisch erfahren, in was für eine Welt Gott hineingeboren ist: in eine Welt voller Gegensätze, Spannungen, Hass, Gewaltbereitschaft, Vergeltung – eine Welt, die auch nach Christus noch auf Erlösung wartet.
Doch dieses Land ist auch ein Stück Heimat für die Religionen, schon allein deshalb, weil kaum ein Tag vergeht, da man unter den Pilgern und Touristen nicht Bekannte trifft. Dieses Mal haben mich zwei Begegnungen besonders gefreut: Im Garten Gethsemani traf ich ein Ehepaar, das ich vor 24 Jahren getraut habe in der Gemeinde, in der ich Pfarrer war. Und vor der Grabeskirche begegnete ich wenig später einem Mann aus meiner Kaplansgemeinde, der vor 35 Jahren noch ein kleiner Junge war, dessen Oma mir aber noch im Gedächtnis ist. Bei ihm war eine Frau von einem Bauernhof, auf dem manche Feier nächtens beim Spiegeleier ...
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Im Rahmen einer Einweihung einer neuen Kindertagesstätte habe ich in der letzten Woche das Lied "Ein jeder kann kommen" gehört. Noch immer klingt in mir der mitreißende Refrain nach:
Alle Großen alle Kleinen,
auch die, die ab und zu mal weinen,
alle Starken, alle Schwachen,
auch die alles dreckig machen,
alle Dummen, alle Schlauen,
auch die ab und zu mal hauen,
alle Doofen alle Netten,
auch die Dünnen und die Fetten:
wer mitmachen will hat bei uns Platz!
...
Etwas polarisierend, diese Auflistung - trotzdem hat mir dieses Lied gefallen. Es sind nicht nur die willkommen, die lachen und fröhlich sind, sondern alle, die dazu kommen möchten. Das sind die vielen unterschiedlichen Menschen. Und dann hat noch jeder einzelne verschiedene Seiten in sich, dazu gehören auch Ecken und Kanten. Kinder können diese sehr gut ausdrücken und uns Erwachsenen mit aller Intensität zeigen. Ich werde dann immer selbst mit meiner eigenen Person konfrontiert. Auch in mir ist nicht immer alles rund: Wut, Schwächen und sogar Gemeinheiten und Hinterhältigkeiten gehören zu mir. Ich kann diese Eigenschaften besser annehmen, wenn ich mir und den Kindern bewusst werden lasse, dass jeder Mensch von Gott angenommen und geliebt wird - in seiner ganzen Person.
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