Zunächst wünsche ich allen ein gesegnetes neues Jahr 2011! Nach einer kurzen Unterbrechung melde ich mich wieder. Die “Weihnachtspause” enthält für mich immer viele Begegnungen und Ansprachen, die wenig Zeit zum Bloggen lassen. Der harte Winter hat mich zwar an einigen Terminen gehindert und das Leben etwas verlangsamt, aber dadurch auch neue Planungsnotwendigkeiten hervorgerufen.
Ein sehr erschütterndes und aufrüttelndes Jahr liegt hinter mir – ein annus horribilis, wie einige gesagt haben. Dennoch sehe ich darin ein annus Domini (ein Jahr des Herrn), denn die Erschütterung bis in die Tiefe setzt neue Energien frei, die ich (wir) im neuen Jahr anzuwenden und zu nutzen haben.
Die ersten Tage des Jahres waren voll: Neujahrsgottesdienst, Neujahrsempfang, ökumenischer Gottesdienst, viele Einzelgespräche, Besuche bei Freunden… Sie haben mich ermutigt zu mehr Vertrauen und Gelassenheit, auch zu mehr Geduld. Geduld damit, dass ich eben nicht mit allem so schnell fertig werde – und mit Menschen und mit Gott nie fertig sein werde. Denn dann würde es erst gerade gefährlich!
Für meine verschiedenen Ansprachen ist mir ein kleiner Weihnachtstext von Andreas Knapp liebgeworden:
krippe
im gedroschenen stroh
des leeren geredes
kein körnchen wahrheit mehr
täglich wächst der hunger
dass ein wort geboren werde
nahrhaft wie ein weizenkorn
(in: Andreas Knapp, Höher als der Himmel. Göttliche Gedichte, Würzburg 2010, S. 28)
Ich wünsche uns allen, dass wir diesen Hunger weiter verspüren, dass wir Geburtshelfer/innen solcher Worte sind und solche Weizenkörner in diesem Jahr genügend finden, um zu (über-)leben.
Ökumene Advent Ausland Auslandsjahr Beten Bischof Bischofssynode Bundespräsident christliches Menschenbild Dialog Familie Freude Frieden Gerechtigkeit Glaube Gott Heiliger Stuhl Hoffnung Indien Integration Katechese Katholikentag Kind Kinder Kirche Leben Liebe Madrid Ministranten Mirga osnamun Papst Reise Religion Rom Schöpfung Tod Urlaub Vatikan Weihnachten Weltjugendtag Weltkirche Weltwärts WG+ WJT
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.
Sehr geehrter Herr Bischof Bode,
Ihnen und allen, die das lesen, ein gesegnetes Jahr 2011.
DerText ” krippe” hat mich in den letzten Tagen berührt und beschäftigt.
So bin ich auf die Idee gekommen, einen positiv gestimmten Gegentext zu
schreiben. Klar, das Ende enthält Hoffnung…die Hoffnung wir finden nahrhafte
Worte. Aber – trotz aller Ereignisse des Jahres 2010 – einen Text von der ersten
Zeile bis zur letzten voll Vertrauen in Gott, in Jesus und in uns.
k r i p p e
im erneuerten Stroh
lebendiger worte
liebende wahrheit
täglich wächst offenheit und ehrlichkeit
da ein kind geboren wurde
aus Gott
in die welt hinein
um mit liebe zu kommen
und in liebe zu bleiben
durch uns
gestern, heute und ewig.
Mit lieben Wünschen
Angela Teich
Comment: Angela Teich – 11. Januar 2011 @ 17:08