Der Urlaub ist zuende, die Koffer sind längst ausgepackt, Fotos schon mehrfach durchgesehen und die Arbeit geht wieder ihren gewohnten Gang. In der letzten Zeit habe ich viel Urlaubspost erhalten. Unter anderem eine Karte, auf der ein kleines Mädchen abgebildet ist, was am Strand hockt und staunend und glücklich zugleich in die aufschäumenden Wellen blickt. Darunter steht ein Spruch von J. Webster:
“Es sind nicht die großen Freuden, die am meisten zählen. Es kommt darauf an, aus den kleinen viel zu machen.”
Vielmehr als die Stimmung, die von diesem Bild ausgeht, kann ich diesen Gedanken mit in meinen Alltag mitnehmen. Ich möchte aufmerksam sein gegenüber den Momenten, die mir einen Impuls geben, und durch eine kleine Unterbrechung das “Alltagsgeschäft” beleben. Immer, wenn sich bei mir wieder Stress einstellen will, versuche ich mir etwas Zeit zu nehmen, und die Kinder in den Gruppen zu besuchen. Besondere Freude bereiten mir dann immer die ganz Kleinen. Sie haben die wunderbare Gabe, Kleinigkeiten zu entdecken, und sich daran zu erfreuen:
Das Schlüsselbund an meinem Gürtel, das sich bewegt, wenn ich gehe, das mobile Telefon, das unsichtbar in meiner Hosentasche klingelt, die Erbse, die vom Mittagessen noch am Stuhlbein klebt, das Müllauto, was sie Straße entlang fährt, der Popel, der an einer Nasenspitze hängt…
Die Kinder entdecken viele Kleinigkeiten und freuen sich daran. Mir hilft das, Abstand von der Hektik und dem Tempo zu bekommen und einfache Dinge zu sehen und zu schätzen. Das bezieht sich auch auf Gespräche mit anderen Menschen. Oft wandelt sich dann die Freude in Dankbarkeit, dass ich ein neuer Blickwinkel zeigt. Ich bin dankbar dafür, was ich mit den Kindern entdecken kann und dankbar für die Freude, die sich durch diese Beobachtungen einstellt.
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Stimmt – das klappt wirklich! Am Wochenende habe ich auf meinen Neffen aufgepasst und der kann sich sogar über den anhaltenden Regen freuen – der macht schließlich tolle Pfützen
Comment: annika – 17. August 2010 @ 10:56
Das ist wirklich so. Kinder können überall das Gute sehen. Erwachsene haben das leider oft verlernt. Eine gute Möglichkeit (außer natürlich mit Kindern zusammenzusein, was immer eine Freunde ist) das wieder zu erlernen, ist das Buch “Ich freue mich an jedem Tag: 365 Ideen für das kleine Glück” von Tania Konnerth! Es gefällt mir wirklich sehr gut.
An annika: Vielen Dank für deinen Kommentar. Dadurch kann ich bei dem Dauerregen doch noch etwas Gutes finden.
Comment: Annika – 16. September 2010 @ 15:58