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Feiertage in einem fremden Land

Donnerstag, 30. Dezember 2010 von stephan

Ich weiß nicht, wie lange ich nun schon vor dem Computer sitze und mich frage, wie ich anfange. Weihnachten war schö,n doch T O T A L anders, als all meine bisherigen Feiern. Unter anderem besuchte ich den "Susunia Hill", einen mehr als 400 Meter hohen Berg, der hier einfach im sonst flachen Land in der Gegend steht. Und ich war mit einigen Kindern bei der Stadtausscheidung für Leichtathletik und Gymnastik. Einige Bilder sind angehängt, doch es soll hauptsächlich ums Weihnachtsfest gehen...



Alles fing, zumindest für mich und die Kindern, am Nachmittag des 24. Dezember an. Dort hieß es: Sachen packen und ab die Post! Eine Stunde zum Bahnhof laufen und dann mit dem Zug eine Station weiter fahren, um dort zum Ashram der 1 & 2 Klasse zu fahren. Fünf Minuten Zugfahrt später, wurden wir von einer gewaltigen Masse von Eltern und Verwandten abgeholt, um die letzten 10 Minuten zum Jhantipahari Ashram zu laufen.




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subho borodin ar noba barsa

Donnerstag, 23. Dezember 2010 von stephan
Pünktlich zum Weihnachtsfest habe ich dann auch wieder Internet!

Komme jedoch momentan nicht dazu, einen schönen Bericht über meine letzten Wochen zu schreiben... Den werde ich in den nächsten Tagen aber nachreichen!

Bis dahin ein ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Oder auf Bangla: subho borodin ar noba barsa

Liebe Grüße aus Mirga

Stephan ...  » Artikel weiterlesen
bibo

Adventserlebnisse

Freitag, 17. Dezember 2010 von bibo
Zwei Besuche liegen hinter mir, die mir noch nachgehen: ein Besuch im Gefängnis bei Untersuchungshäftlingen und ein Besuch in einer Behindertenhilfeeinrichtung des Bistums. In beiden Häusern Menschen in Grenzsituationen und Begleiter, die sich mit hohem Engagement für eben diese einsetzen, die so oft aus unserem Blickfeld herausfallen.

Im Gefängnis habe ich die ganze Bandbreite menschlicher Lebenswege wahrnehmen können mit ihren Brüchen und ihrem Scheitern. In der U-Haft geht es um existentielle Herausforderungen. Es kann sehr schmerzlich sein, sich der eigenen Wahrheit zu stellen. Die Seelsorge dort ist Lebens- und Glaubensbegleitung in einem sehr intensiven Sinn und trägt zur inneren Freiheit und Aufrichtung bei, denn für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Ebenso brauchen alle Bediensteten und Verantwortlichen die Möglichkeit, Seelsorge in Anspruch zu nehmen, denn die Erfahrungen mit den Gefangenen lösen auch in ihrem eigenen Leben eine Menge Fragen aus.

Der Besuch bei den mehrfach Schwerstbehinderten am nächsten Tag hat in mir Bilder hinterlassen, die ich nicht so leicht loslassen möchte (und kann): Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, die körperlich und geistig ganz und gar auf Hilfe und Zuwendung angewiesen sind. Bei einem so kurzen Besuch ist nur schwer zu erfassen, wie die Begleiter/innen mit ihnen überhaupt in Kommunikation treten können, geschweige denn sich vorzustellen, wie Schule für diese Menschen gestaltet wird.

Mitleid und Hilflosigkeit sind deshalb die ersten Gefühle bei der Begegnung. Aber schon nach kurzer Zei ...  » Artikel weiterlesen
bea

Tschüss, mein Engel…

Dienstag, 14. Dezember 2010 von bea

So hat sich kürzlich eine Mutter von ihrem Kind verabschiedet. Ihr Engel ist ein Junge von sechs Jahren, der seine schwarz gegeelten Haare als "Igelfrisur" trägt. Er hält uns ständig in Atem und hat auch an diesem Tag nach kurzer Zeit für Aufregung gesorgt: In einem unbeobachteten Moment hat er mehrere Rollen Toilettenpapier in die Toilette gestopft, so dass wir in der Kindertagesstätte mal wieder vor einem größeren Sanitärproblem standen. Wir stellen uns Engel eigentlich anders vor...


Was sind Engel eigentlich, und welche Rolle spielen sie für die Kinder?


In der Bibel lesen wir da von Boten Gottes, die wichtige Nachrichten überbringen oder den Menschen in besonderen Situationen beistehen. Sie haben keine magischen Kräfte, sondern handeln im Auftrag Gottes, der durch sie den Menschen seine Liebe zeigen will. Im Alltag können uns Engel Halt geben in einer Welt, die viele Unsicherheiten birgt.

Kinder haben ein besonderes Gespür für die Wirklichkeit von Engeln. Sie können fest daran glauben, dass Engel sie behüten und beschützen und ihnen Wege zeigen, die sie gehen können. Viele Kinder haben ein Bild ihres Schutzengels am Bett, damit er ihre Träume bewacht. Und auch am Tage können sie sich sicher sein: mein Engel lässt mich in keiner Situation alleine. Und letztlich ist es Gottes Liebe, der wir uns alle gewiss sein können. Dieses Gefühl von Schutz und Geborgenheit ist sehr wichtig für Kinder. Ein Bild, ein Anhänger, Geschi ...  » Artikel weiterlesen
bruno

Harry Potter zur Adventszeit

Mittwoch, 08. Dezember 2010 von bruno
Bereits mein zweites Kind ist tief versunken in die Harry Potter Welt. Jede freie Minute hört oder liest meine Tochter die Geschichte des Kindes, das als wehrloser Säugling zum Verheißungsträger seiner Welt wurde und wie es mit ihm weiterging.

Aber je mehr ich mich mit dieser Geschichte befasse, umso gelassener werde ich. Eigentlich kann es ja kaum eine bessere Lektüre zur Adventszeit geben. Die Parallelen zur Jesusgeschichte sind doch enorm.

Neben der schon erwähnten Grundverheißung finde ich z.B. interessant, wen Harry im Laufe seines Lebens als Freunde um sich versammelt.

Ron und seine Geschwister aus der kinderreichen, aber armen Familie.

Hermine, deren Eltern beide „Muggel“ (also Menschen ohne magische Fähigkeiten) sind.

Hagrid, der etwas einfältige, aber liebenswürdige Halbriese.

Neville, der traumatisierte Außenseiter mit den gefolterten Eltern im Sanatorium.

Luna, die etwas weltfremde Träumerin, Sirius, der Flüchtling, Lupin, der Werwolf und so weiter und so fort.

Das ist eine Ansammlung von Antihelden, die mich an das Sammelsurium der Apostel erinnert.

Und zwei Botschaften dieser modernen Weihnachtsgeschichte finde ich noch besonders interessant.

Harry arbeitet sich in der Erzählung lange daran ab, welche Identität er hat und was dabei der entscheidende Faktor ist. Sein großväterlicher Mentor Dumbledore prägt in einem ihrer Gespräche den entscheidenden Satz: „Es sind nicht unsere Fähigkeiten, die uns zu dem machen, was wir sind, sondern unsere Entscheidungen.“

Ein Satz, der auch von Jesus hätte stammen können.

Und schließlich der Schluss, an dem Harry klar wird, ...  » Artikel weiterlesen
bibo

In diesem Sinne

Donnerstag, 02. Dezember 2010 von bibo
In den vergangenen Tagen habe ich einen sehr eindrücklichen Besuch gemacht in einer Einrichtung für geistig geschädigte Gehörlose, die in einer großen Werkstatt arbeiten und in der Nähe in Gruppen wohnen. Wer nicht hören kann, kann eine Lautsprache nur mühsam lernen, aber umso eher eine Gebärdensprache, die sehr unmittelbar und direkt ist. Sofort war ich als Besucher mitten dazwischen, denn Bewegung, Berührung, intensives und waches Erspüren des Anderen sind dort tief eingeprägt. Die lebendige Weise der Kommunikation und die vielfältige Weise, Talente und Fähigkeiten in der Werkstatt hervorzulocken, haben mich fasziniert.

Mein Sprechen musste ständig auf den Punkt gebracht werden, um es in einfache Sätze und Gebärden umsetzen zu können, was einem Theologen nicht gerade leicht fällt... Gleichzeitig bewundere ich Einsatz und Geduld der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Begleiterinnen und Begleiter.

Diese Begegnung geht mir nach, weil sie mich daran erinnert, wie wertvoll unsere Sinne sind und wie intensiv sie einzusetzen sind, wenn nicht alle gebraucht werden können. Ebenso werde ich auf meine Sprache verwiesen und darauf, dass Sprechen ganz eng mit Hören verbunden ist. Sprechen lernen ohne zu hören, ist schwierig. Wer gut zuhören kann, wird vielleicht umso besser etwas zu sagen haben. Gehörlose nehmen dafür mehr ganzheitlich wahr. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. ...  » Artikel weiterlesen

Kleinigkeiten

Sonntag, 28. November 2010 von stephan


Es ist doch schon einiges passiert in den letzten Tagen und Wochen und ich bin irgendwie nie richtig dazu gekommen irgendetwas aufzuschreiben! Heute berichte ich einfach mal von einigen Kleinigkeiten.


Nachdem ich von meiner Ärzte-Reise wieder kam, startete ich gleich wieder mit Feierlichkeiten! Es stand "Sorhae" an: Während des Sorhaes ziehen die Santhali von Haus zu Haus und bewirten sich gegenseitig mit Getränken, Brot und Fleisch. Ebenso treffen sie sich alle auf der Straße, um zu musizieren und zu tanzen! Die Dorfbewohner kamen zwar nicht ins Ashram, aber ein Lehrer, ein Father und ich besuchten so ziemlich jeden und tanzen auch eine ganze Weile. Echt verrückt wie schnell die Zeit vergeht, wenn dir die Gesprächsthemen nicht ausgehen! SO vergingen gute 5-6 Stunden für eine handvoll Häuser! Zufrieden und sehr gesättigt ging es dann gegen 1 Uhr zurück ins Ashram.



Ein paar Tage später ging es dann mit einigen Mädchen nach Bankura zur Distrikt-Ausscheidung im Koko. Wie Koko nun ganz genau geht habe ich immer noch nicht verstanden. Zumindest ist es ein Laufspiel in dem mit Schnelligkeit und Geschicklichkeit versucht werden muss, die gegnerische Mannschaft zu ticken. Neben Koko gibt es auch noch Kabaddi. Zwei Spiele von denen ich vorher noch nie etwas gehört habe, die jedoch hier im asiatischen Raum wirklich populär sind! Sie sind sogar Bestandteil, der Asien-Games, was immerhin mit einer Europamei ...  » Artikel weiterlesen

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