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theo paul

Was bleibt von deinem Leben?

Montag, 30. Mai 2016 von theo paul

Am Stadtrand von Osnabrück gibt es eine kleine Kirche, die ich bei meinen Fahrradtouren immer wieder ansteuere. Wenn ich dann einige Minuten in der Kirche verweile, höre ich die Sekundenschläge der Turmuhr. Eindringlich, unüberhörbar werde ich mit dem Fortgang der Zeit, mit der Vergänglichkeit konfrontiert. In diesen Augenblicken denke ich häufiger an einen Kalenderspruch: „Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“ In dieser Kirche, beim Hören der Sekunden, wirkt dieser Spruch tröstlich.

Immer wieder werde ich im Alltag mit der Frage konfrontiert: Was bleibt von deinem Leben? Wenn ich diese Frage auf mich wirken lasse, kommen Worte aus dem Gebet der Psalmen in mein Gedächtnis. Etwa:

„Du lässt die Menschen zurückkehren zum Staub und sprichst: ,Kommt wieder, ihr Menschen!‘ Denn tausend Jahre sind für dich wie der Tag, der gestern vergangen ist, wie eine Wache in der Nacht“ (Ps 90,3 f.).

„Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht, meine Hoffnung von Jugend auf“ (Ps 71,5).

„Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre; Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.

Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Denn Gott ist unsere Zuflucht“ (Ps 62,8 f.).

„Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz“ (Ps 90,12).

Deutlich spüre ich, wie wichtig für mich Worte sind, die mich im meiner Lebenssituation ansprechen und aufbauen. „Nicht, was wir gelebt haben, ist das Leben, sondern das, was wir wissen und wie wir es erinnern, um davon zu erzählen“, so der kolumbianische Schriftsteller Gabriel García Márquez.

Besonders kostbar ist dabei die Entdeckung, dass nicht ich die tröstlichen Worte finde. Die tröstlichen Worte finden mich! „Wenn du in Not bist, werden alle diese Worte dich finden. (…) Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott“ (Dtn 4,30 f.).

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